Ägypten will arabisches Gipfeltreffen organisieren

31. Juli 2000, 19:57

Treffen zwischen Mubarak und Jordaniens König Abdullah

Vor dem Hintergrund der Verhandlungen von Israel mit den Palästinensern über einen Friedensvertrag haben sich am Montag in Alexandria der ägyptische Präsident Hosni Mubarak und der jordanische König Abdullah getroffen. Nach Angaben arabischer Diplomaten ist Ägypten bestrebt, ein arabisches Gipfeltreffen mit begrenzter Teilnehmerzahl zu organisieren. Dabei soll Palästinenserführer Yasser Arafat in seiner Haltung bei den Nahost-Verhandlungen bestärkt werden, vor allem in der Jerusalem-Frage.

Arafat hatte beim Nahost-Gipfel von Camp David, der ohne Vereinbarung zu Ende gegangen war, nach inoffiziellen Angaben einen amerikanischen Vorschlag abgelehnt, wonach die Palästinenser die Souveränität über Ost-Jerusalem mit Israel teilen sollten. Vielmehr habe Arafat darauf bestanden, dass sich Israel komplett aus dem 1967 eroberten und annektierten arabische Ostteil der Stadt zurückzieht.

Mubarak hat in den vergangenen Tagen die Kontakte zu anderen arabischen Staaten verstärkt. Nach Angaben seines Beraters Osama al Baz will der ägyptische Präsident "die Kontinuität des Friedensprozesses sicherstellen und die palästinensische Position unterstützen". Für einen arabischen Mini-Gipfel gebe es bislang weder einen Termin noch eine Festlegung der Teilnehmer.

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