Pro Rauchverbot: Robert Rockenbauer

23. Oktober 2007, 13:04
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Der Tiroler Nichtraucher-Schützer im STANDARD-Interview

STANDARD: Die Wirtshauszigarette soll per Gesetz ausgedämpft werden. Was sagen Sie?

Rockenbauer: Eine Ministerin, die einen Nichtraucherschutz in der Gastronomie erst ab 75 Quadratmeter gesetzlich festhält, ist rücktrittsreif. Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum es nicht ein absolutes Rauchverbot wie in Italien oder Irland geben kann. Das bringt den Vorteil und damit mehr Umsatz, den großen Teil der Nichtraucher wieder zum fortgehen zu aktivieren. 30 Jahre hat die Gastronomie durch die Qualmerei diese Gruppe aus den Lokalen ausgesperrt.

STANDARD: Werden die Raucher jetzt nicht kriminalisiert?

Rockenbauer: Das ist eine völlig falsche Wortwahl, wenn, heißt es diskriminiert, was ja nur die Nichtraucher werden. Der Gesundheitsschutz kann nicht den Wirten überlassen werden.

STANDARD: Der Nichtraucher muss endlich per Gesetz zu seinem Recht kommen ...

Rockenbauer: Natürlich, denn er hatte nie das Recht, rauchfrei zu leben, genauso wenig wie der Raucher je das Recht gehabt hat, mit seinem Giftausstoß andere Menschen zu gefährden. Dieses Recht hat er sich einfach genommen.

STANDARD: Ist es realistisch, dass sich Raucher und Nichtraucher die Friedenspfeife reichen?

Rockenbauer: Es kann keinen Dialog geben. Es geht um Nutzen oder Schaden, beides zusammen geht nicht. (Kerstin Scheller, DER STANDARD Printausgabe, 28./29.4.2007)

  • "Ministerin ist rücktrittsreif": Robert Rockenbauer, Schutzgemeinschaft für Nichtraucher
    foto: privat

    "Ministerin ist rücktrittsreif": Robert Rockenbauer, Schutzgemeinschaft für Nichtraucher

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