Sony schiebt den Vater der PlayStation auf Beraterposten ab

24. September 2007, 11:32
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Wegen der riesigen Startkosten für die Playstation 3 ist die Spielesparte derzeit das größte Sorgenkind des Konzerns

Nach Pannen und Verlusten mit der PlayStation 3 schiebt Sony den Vater der Spielkonsole auf einen Beraterposten ab. Ken Kutaragi werde seinen Posten zum 19. Juni niederlegen, als ehrenamtlicher Direktoriumschef und als technischer Berater Sony aber weiter unterstützen, teilte Sony Computer Entertainment (SCEI) am Donnerstag mit. Nachfolger des 56-Jährigen werde der SCEI-Präsident und Vorstand für das operative Geschäft, Kazuo Hirai.

Maßgeblich

Kutaragi war maßgeblich an der Entwicklung der erfolgreichen Spielekonsole Playstation und ihrer zweiten Generation beteiligt, mit denen Sony den gut 20-Milliarden-Euro- Markt über Jahre beherrschte. Die PlayStation 1 und ab dem Jahr 2000 die PlayStation 2 verkauften sich jeweils über hundert Millionen Mal und bescherten Sony satte Gewinne. Bei der PlayStation 3 setzte Kutaragi auf eine teure High-Tech-Ausstattung.

Sorgenkind

Wegen der riesigen Startkosten für die Playstation 3 ist die Spielesparte aber derzeit das größte Sorgenkind des Konzerns. Zudem machen die bei den Kunden beliebten und günstigeren Konkurrenzkonsolen Xbox 360 von Microsoft und Wii von Nintendo Sony zu schaffen. Im vergangenen Geschäftsjahr dürfte die Spiele-Sparte einen Verlust von über eine Milliarde Euro eingefahren haben.

"Ich bin glücklich, Sony Computer Entertainment zu verlassen."

Angesichts dieser Entwicklung hatte Kutaragi bereits im Dezember seinen Posten als Chef der Sony-Spielesparte verloren und war seitdem Vorstandsvorsitzender ohne Verantwortung für das tägliche Geschäft. Zu seiner weiteren Degradierung erklärte er am Donnerstag: "Ich bin glücklich, Sony Computer Entertainment zu verlassen. Es war eine aufregende Erfahrung, die Welt der Computerspiele mit der Vereinigung von innovativen Technologien und kreativen Leistungen aus aller Welt zu verändern." (APA/dpa)

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