"Nie langweilig"

26. April 2007, 17:00
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Wolfgang Möstl von "Killed By 9V Batteries" über seine Faszination an Bands wie Dinosaur Jr.

Die steirische Band Killed By 9V Batteries ist eine der definitiven Hoffnungsträger des Jahres. Auf ihrem unlängst erschienenen titellosen neuen Album beziehen sich das junge Trio aus Weiz recht deutlich auf die Ästhetik des Prä- und Früh-Grunge. Damit stehen sie nach Jahren und vielen schlechten Kopien vor ihnen in Österreich weitgehend alleine da. Noiserock scheint angesichts aalglatter (FM4-)Alternative-Mainstream bedienenden Karrieristen nicht sehr en vogue zu sein. Spannender ist er allemal, wie die "Batts" gerade auch live eindrucksvoll beweisen. Sänger und Gitarrist Wolfang Möstl, 22, spricht über seine Faszination an diesem Sound.

STANDARD: War es eine bewusste Entscheidung, so zu klingen wie ihr klingt?

Thomas Möstl: Gar nicht. Wir können einfach nicht besser spielen. Wir haben die Band gegründet, ohne unsere Instrumente wirklich zu beherrschen. Das klassische Do-it-yourself-Ding halt.

STANDARD: Über welche Band lief denn der Erstkontakt mit diesem Sound?

Möstl: Bei mir hat es mit dem Sonic-Youth-Album Experimental Jet Set, Trash And No Star begonnen, aber ich habe zuvor auch schon Nirvana gehört. Über Sonic Youth entdeckte ich dann Pavement und später Dinosaur Jr. Die hauptsächlich deshalb, weil wir dauernd mit ihnen verglichen werden.

STANDARD: Was ist das Faszinierende an dieser räudigen Ästhetik?

Möstl: Schwierig zu sagen, das läuft sehr emotionell ab: Aber diese schrägen Sounds, der Noise und dazwischen wieder melodische Riffs - das ist die einzige Musik, bei der mir auch nach Jahren noch nicht langweilig wird.

(flu, RONDO/DER STANDARD, Printausgabe, 27.04.2007)

Killed By 9V Batteries: Same (Siluh/Vertrieb Hoanzl)
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    foto: 9 volt batteries
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