iPod lässt Kasse bei Apple weiter klingeln - Gutes erstes Quartal

27. Juni 2007, 12:09
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US-Konzern verkaufte heuer bis März 10,6 Mio. Musik-Player - Aufsichtsrat stellt sich in Betrugsaffäre hinter Steve Jobs

Der weltweit populäre MP3-Player iPod lässt bei Apple weiter die Kasse klingeln. Der US-Konzern habe von Jänner bis März diesen Jahres bereits 10,6 Mio. der tragbaren Musik-Abspieler verkauft, rund zwei Millionen mehr als im Vorjahresquartal, wie Finanzchef Peter Oppenheimer am Mittwochabend mitteilte. Apple verdiente von Jänner bis März unter dem Strich von 770 Mio. Dollar (564 Mio. Euro), 87 Prozent mehr als im Vorjahr und mehr als je zuvor in einem ersten Quartal. In der Affäre um Aktienbetrug stellte sich der Aufsichtsrat hinter Konzernchef Steve Jobs.

Der Markt für die iPods gilt für viele Experten als gesättigt

Von den Macintosh-Computern des Konzerns wurden im ersten Quartal 1,5 Millionen verkauft, was einem Plus von rund vier Millionen im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Von den Apple-Verkäufen entfielen 43 Prozent auf das Ausland. Analysten warnen zurzeit aber, dass Apples Zukunft nicht so rosig aussehen könnte. Der Markt für die iPods gilt für viele Experten als gesättigt. Mit Spannung wird deshalb die Vorstellung des neuen Musik-Handys iPhone im Juni erwartet, das einen neuen Schub bringen soll. Einige Analysten sind auch hier skeptisch, weil das Mobiltelefon teurer als viele Konkurrenten sein dürfte.

"Sehr enthusiastisch"

Apple-Chef Steve Jobs erklärte anlässlich der Quartalszahlen dagegen, er sei "sehr enthusiastisch mit Blick auf den Start des iPhone Ende Juni". Zugleich betonte Jobs, die als "Mac" bekannten Macintosh-Computer verkauften sich derzeit dreimal besser als konkurrierenden Modelle und machten Boden gut. Apple-Computer haben weltweit eine große Fangemeinde, die Hardware und Software des Konzerns der Konkurrenz von Microsoft vorziehen.

"Wir haben volles Vertrauen"

Der Apple-Aufsichtsrat, darunter der frühere US-Vizepräsident Al Gore, stellte sich hinter Jobs: "Wir haben volles Vertrauen in die Ergebnisse der unabhängigen Untersuchung und in Steves Integrität und seine Fähigkeit, Apple zu führen", erklärte das Kontrollgremium. Der Vorstand reagierte damit auf Äußerungen des ehemaligen Apple-Managers Fred Anderson, der Jobs beschuldigt hatte, hinter den von der US-Börsenaufsicht SEC untersuchten Machenschaften zu stehen. In der Affäre geht es um die verbotene Vordatierung von Aktienoptionen.

Die Börsenaufsicht hatte Anderson und die Ex-Chefjustiziarin Nancy Heinen als Urheber der Betrügereien beschuldigt. Jobs dagegen sprachen die Ermittler von jeder Verantwortung frei. Der Aufsichtsrat erklärte weiter, er wolle "keine öffentliche Debatte mit Fred Anderson oder dessen Anwalt beginnen". Die SEC habe den Fall gründlich untersucht, das Ergebnis spreche für sich.

Eines von insgesamt 160 Unternehmen

Apple ist eines von insgesamt 160 Unternehmen in den USA, die von dem Skandal um die Manipulation von Aktienoptionen betroffen sind. Dabei geht es um die Rückdatierung der Optionen auf ein Datum, bei dem die Aktie ein Kurstief erreichte. Bei Jobs wäre eine eine Verwicklung besonders pikant, weil sich der Apple-Chef rühmt, für nur einen Dollar im Jahr zu arbeiten und sein Vermögen ansonsten an den Apple-Aktienkurs knüpft.(APA)

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