Erste Bank empfiehlt: Bank Austria-Aktien halten

31. Juli 2000, 14:59

Einstufung "Outperform" bestätigt - Kursentwicklung der HypoVereinsbank wesentlichster Einflussfaktor für den Kurs der BA

Wien - Die Aktienanalysten der Erste Bank empfehlen den Bank Austria-Aktionären angesichts der geplanten Bankenehe mit der HypoVereinsbank ihre Titel zu halten. Die Einstufung "Outperform" für die Papiere des heimischen Branchenprimus wird bestätigt. Das Zusammengehen der HypoVereinsbank und der Bank Austria scheint eine perfekte Kombination zu sein, heißt es in einer aktuellen Analyse der Erste Bank.

Die Mischung aus regionalem Engagement, Timing und technischer Umsetzung würden die historischen Wurzeln der Institute perfekt ergänzen. Die Bankenehe sei somit die ideale Antwort auf die Herausforderungen an die beiden Bankengruppen.

Hypo-Angebot ist "fair"

Das Angebot der HypoVereinsbank an die Bank Austria wird von der Erste Bank als "fair" eingestuft. Im europäischen Branchenvergleich weisen Regionalbanken mit einer Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity) von zwölf Prozent im Durchschnitt ein Verhältnis von Aktienkurs zu Buchwert von 1,6 auf. Die Bewertung der Bank Austria entspricht mit ihrer Eigenkapitalrentabilität von 11,9 Prozent dabei exakt dieser Messlatte, heißt es in der Analyse.

Wesentlichster Einflussfaktor für den Kurs der Bank Austria sollte nun nach Einschätzung der Erste Bank bedingt durch den angepeilten Aktientausch die Kursentwicklung der HypoVereinsbank sein. Die im August anstehenden Halbjahresergebnisse der Bank Austria sollten hingegen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Da von den Erste Bank-Analysten keine wesentlichen Hindernisse für die Akquisition der Bank Austria erwartet werden, prognostizieren die Experten eine Angleichung des Kursniveaus der Bank Austria- und der HypoVereinsbank-Aktien während der nächsten zwei Monate. (APA)

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