OPEC-Staatschefs sagen Teilnahme an September-Gipfel zu

31. Juli 2000, 13:53

Förderausweitung könnte Ölpreis deutlich senken

Caracas - Die Staatschefs von Nigeria, Iran, Algerien, Quatar und Kuwait haben ihre Teilnahme am geplanten OPEC-Gipfeltreffen in Venezuela im September zugesagt. Dies teilte ein Sprecher der Regierung Venezuelas, das die Zusammenkunft der erdölexportierenden Länder ausrichtet, am Montag in Caracas mit.

Falls das Ölkartell seine Produktion weiter ausweiten solle, werden die Ölpreise nach Ansicht von OPEC-Präsident Rodriguez gegen Ende des Jahres deutlich fallen. Es gebe Berichte, wonach die OPEC-Staaten die vereinbarte Produktionsmenge von 700.000 Barrel (=159 Liter) pro Tag überschritten hätten. Sollte dies zutreffen, dann könnte dies zu einem Preiseinbruch wie schon 1998 und 1999 führen, sagte Rodriguez. Die Namen der Staaten, die mehr als die vereinbarte Menge produzierten nannte Rodriguez nicht.

Nach einer informellen Regelung will die OPEC ihre Fördermenge anheben, wenn der aus sieben Sorten bestehende Korbpreis für Öl an 20 Geschäftstagen in Folge die Grenze von 28 Dollar (30,2 Euro/415 S) überschreitet. Nachdem die OPEC (Organisation für erdölexportierende Länder) zuletzt Ende März die Rohölfördermenge ausgeweitet hatte, waren die Ölpreise überraschend gestiegen, hatten sich nach einem schwankenden Verlauf zuletzt wieder um die 28 Dollar je Barrel stabilisiert.

Öl der Sorte Brent notierte am Montag mit 27,28 Dollar je Barrel. Die wichtige US-Ölmarke WTI kostete 28,20 Dollar das Barrel. (APA/Reuters)

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