Einserzonen und Sinnfragen

27. April 2007, 14:04
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Die dritte Auflage der Viennafair im Wiener Messezentrum - Neu: die "ZONE1" für junge Positionen und reduziertem Standpreis

Es ist vollbracht: Die dritte Auflage der Viennafair stellt sich dem Publikum. Heuer neu: Junge Positionen stehen im Zentrum der "ZONE1", die – zu einem reduzierten Standpreis – die Möglichkeit bietet, installative Arbeiten abseits des Verkaufsdrucks der klassischen Messekojen zu zeigen.

Und: Einem Künstler wird dank Kooperation mit dem Mumok der Sprung vom Messegelände ins Museum gelingen. Zur Auswahl stehen unter anderem Arbeiten der bereits auf der Biennale Venedig 2005 präsentierten Schweizerin Shahryar Nashat, (Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich), des Hamburgers Thorsten Brinkmann (Artfinder Galerie, Hamburg) und der in Berlin lebenden Künstlerin Bettina Pousttchi (Buchmann Galerie, Berlin). Aus Lissabon stellt die Galerie Cristina Guerra Rui Toscano vor, die Dogenhaus Galerie (Leipzig) hat Tilo Schulz für die ZONE1 nominiert.

Aus New York bringt die I-20 Gallery Timothy Hutchings nach Wien, und die Galerie Steinle aus München präsentiert den in Los Angeles lebenden Österreicher Kasper Kovitz, der gleichzeitig in der MAK-Galerie zu sehen sein wird.

Und – die aktuelle Sinnfrage aller Kunstreisenden wird am 28. April auch gestellt: Als Referenten diskutieren von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr unter dem Titel "Was macht Biennalen als Ausstellungsmodell so attraktiv? " die beiden Moderatorinnen Andrea Schurian und Sabine B. Vogel mit Xenia Kalpaktsoglou, Mitgründerin der 1. Athen Biennale 2007 und Direktorin der DESTE Foundation Centre for Contemporary Art, Hans-Ulrich Obrist, Kurator der Biennale d’art contemporain de Lyon 2007 und kuratorischer Berater der International Triennale of Contemporary Art von Yokohama 2008, Caroly Christov-Bakargiev, Chefkuratorin am Castello Rivoli, Turin, und Künstlerische Leiterin der 16. Biennale of Sydney 2008.

Im Anschluss daran, von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr, beschäftigen sich Martin Heller, künstlerischer Intendant von Linz 2009, Nicolaus Schaffhausen, Kommissar des Deutschen Beitrags der Biennale Venedig und Direktor des Witt de With in Rotterdam, Ariane Grigoteit, Direktorin der Kunstsammlung der Deutschen Bank, und Ursula Zeller, Leiterin der Abteilung Kunst am Institut für Auslandsbeziehungen in Stuttgart, mit der Frage: "Sind die Unterschiede zwischen Kulturhauptstadt-Festivals, Kunstmessen und Biennalen heute noch bedeutsam oder ist Kunst überall nur noch globale Ware? " (mm/ DER STANDARD, Printausgabe, 26.4.2007)

Viennafair
Bis 29. 4.
Messezentrum, 1020 Wien
  • Galeria Zderzak, Krakau: Jaroslaw Modzelewski, "Balcony", 2005, Leinwand um 20.000 Euro
    foto: galeria zderzak

    Galeria Zderzak, Krakau: Jaroslaw Modzelewski, "Balcony", 2005, Leinwand um 20.000 Euro

  • XL, Gallery, Moskau: Aristarkh Chernyshov & Vladislav Efimov, "I'll be back", 2002
    foto: galerie zderzak

    XL, Gallery, Moskau: Aristarkh Chernyshov & Vladislav Efimov, "I'll be back", 2002

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