Weltrekord für "Lucrezia" von Cagnacci

27. April 2007, 14:04
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Gemälde erzielte bei Auktion 1,4 Millionen Euro - Insgesamt 7,2 Millionen Euro Umsatz bei "Alte Meister"-Auktion

Wien - Einen beachtlichen Start des 300-Jahr-Jubiläums feierte das Wiener Auktionshaus Dorotheum mit der "Alte Meister"-Auktion am gestrigen Dienstag. Die "Lucrezia" des italienischen Barockmalers Guido Cagnacci sorgte gleich zum Auftakt für Zwischenapplaus im Saal: Der Zuschlag bei 1,4 Millionen Euro bedeutet laut Artnet einen Weltrekord für Werke dieses Künstlers und zugleich den bisher höchsten Auktionszuschlag Österreichs in diesem Jahr. Das Auktionshaus freute sich in einer Aussendung über den bisher erfolgreichsten Tagesumsatz mit einem Ergebnis von 7,2 Millionen Euro.

Ein weiterer Höhepunkt der Jubiläumsofferte, Bernardino Pinturicchios "Madonna mit Kind", bereichert in Zukunft eine italienische Privatsammlung. Der Zuschlag wurde weit über den Erwartungen, bei 460.000 Euro erteilt. Das Titellos des Jubiläumskataloges, Melchior de Hondecoeters "Vogelkonzert", erreichte 670.000 Euro, das fast Zehnfache des Schätzwertes. Eine Paradieslandschaft aus der Schule Jan Brueghel des Jüngeren reüssierte bei 480.000 Euro.

Das Hauptwerk Cagnaccis "Lucrezia" ging an einen italienischen Telefonbieter. Ein vergleichbares Gemälde des Malers, "Kleopatra", hängt im Kunsthistorischen Museum in Wien.

Die Auktion fand im historischen, eigens zum Jubiläum adaptierten Franz Joseph Saal statt, wo bereits die großen Auktionen nach 1900 abgehalten wurden. Über 30 Telefonbieter machten den Saalbietern Konkurrenz.

Am Mittwoch wird die Jubiläums-Auktion mit Antiquitäten fortgesetzt. Einen zweiten Höhepunkt gibt es von 29. Mai bis 1. Juni mit moderner und zeitgenössischer Kunst, Gemälden des 19. Jahrhunderts, Jugendstil, Silber, Möbeln sowie Uhren und Juwelen. (APA)

  • Cagnaccis "Lucrezia"
    foto: dorotheum

    Cagnaccis "Lucrezia"

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