Grüne für Pille danach in Schulen

25. April 2007, 13:32
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Jugendsprecherin Barbara Zwerschitz: "Vertrautes Umfeld ist wichtig" - Jugendliche leicht überfordert

Wien - Die grüne Jugendsprecherin Barbara Zwerschitz (39) kennt als ehemalige Lehrerin das Problem aus eigener Erfahrung. "Ich weiß, wie schwierig es ist, an die Pille danach zu kommen - vor allem am Land. Denn dort trifft man überall Leute, die man kennt." In der Arztpraxis, wo man sich das Rezept besorgen muss (sie darf ab dem 14. Lebensjahr ohne Einwilligung der Eltern verschrieben werden), kurz darauf in der Warteschlange in der Apotheke, wo man sich die Pille danach abholt. Und das alles in 72 Stunden. Zwerschitz: "Gerade Jugendliche, die in Panik sind, sind da schnell überfordert."

Deshalb der Vorschlag der Mürzzuschlagerin: Die Pille danach soll, wie in Großbritannien, in Schulen abgegeben werden. Die Briten versuchen damit, Teenagerschwangerschaften zu verhindern, die dort europaweit am häufigsten sind. Österreich liegt international am 17. Platz. "In Schulen gibt es Vertrauenslehrerinnen, mit denen Schülerinnen in solchen Situationen oft leichter sprechen als mit den eigenen Eltern", ist Zwerschitz überzeugt. "Noch besser wäre es natürlich, wenn die Schulärztin helfen könnte. Leider sind diese nur ein paar Stunden pro Woche vor Ort." (tó/DER STANDARD, Printausgabe 25.04.2007)

  • Grüne Zwerschitz: Abgabe in Schulen
    foto: der standard
    Grüne Zwerschitz: Abgabe in Schulen
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