Haustierverzicht bei Kleinkindern

27. Februar 2008, 12:50
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Allergierisiko durch Katzen für Kleinkinder bis zwei Jahren - Forscher raten Risikofamilien zum Verzicht auf Stubentiger

München - Wegen des Allergierisikos für Kleinkinder raten Forscher vorbelasteten Familien von einer Hauskatze ab. Katzen und Katzenallergene im häuslichen Umfeld erhöhen das Allergierisiko bei Kindern bis zum Alter von zwei Jahren deutlich, wie das Deutsche Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (GSF) mitteilte.

Bei älteren Kindern schwächt sich dieser Einfluss auf die Entstehung von Katzenhaarallergien hingegen ab. Das fanden die Wissenschafter bei der Auswertung der Daten von über 2000 Kindern aus Leipzig und München heraus.

Schützender Effekt widerlegt

Die Studie widerlegt demnach frühere Untersuchungen, wonach Kontakt mit Katzenallergenen in den ersten Lebensmonaten einen schützenden Effekt habe. Die Forscher konnte vielmehr zeigen, dass neben der Haltung von Katzen bereits wiederholter Kontakt mit Katzenhaaren auch außerhalb der elterlichen Wohnung die Häufigkeit der Sensibilisierung gegen Katzenallergene erhöht.

"Wichtigster Risikofaktor für das Auftreten von Allergien bei Kindern ist und bleibt jedoch die familiäre Vorgeschichte", erklärte Joachim Heinrich, Leiter der Arbeitsgruppe. Leiden die Eltern unter Heuschnupfen, Asthma oder Tierhaarallergien, so haben ihre Kinder mit höherer Wahrscheinlichkeit ebenfalls allergische Symptome. Die Studienergebnisse wurden in der Mai-Ausgabe des "Journal of Allergy and Clinical Immunology" veröffentlicht. (APA/AFP)

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    foto: whiskas
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