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Die US-Regierung hat sich besorgt über eine geplante Zusammenarbeit zwischen dem börsenotierten österreichischen Öl- und Gaskonzern OMV und der Nationalen Iranischen Öl-Gesellschaft NIOC geäußert.
"Ich plädiere für Nüchternheit und Sachlichkeit in der Debatte. Es handelt sich bei den Aktivitäten der OMV im Iran um einen Geschäftsvorgang, der mit dem Nuklearprogramm nichts zu tun hat und im Erdgasbereich angesiedelt ist", sagte die Außenministerin.
Man setze die Sanktionen der UNO auf Punkt und Beistrich um, einen vollständigen Wirtschaftsboykott gebe es aber nicht. Die Sanktionen richteten sich ausschließlich gegen das Atomprogramm, nicht gegen die Bevölkerung des Landes. Und schließlich gehe es auch um die Energiesicherheit in der EU.
Vorvertrag
Wie berichtet, hat sich die OMV am Wochenende mit der nationalen iranischen Ölgesellschaft NIOC auf einen nicht bindenden Vorvertrag für ein Riesen-Gasprojekt verständigt. Dabei geht es um die Entwicklung von Teilen des South Pars Gasfeldes im Persischen Golf (siehe Grafik), den Bau einer Erdgas-Verflüssigungsanlage sowie Bezugsverträge. Alles in allem hat das Projekt einen Wert von knapp 22 Mrd. Euro – verteilt auf die nächsten 25 Jahre.
Die USA hatten sich besorgt über die geplante Zusammenarbeit geäußert. "Vielleicht ist es nicht die günstigste Zeit für ... große Investitionen auf dem iranischen Gas-und Ölsektor, wenn der Iran (wegen seiner Atompläne; Anm.) mit dem Rest der internationalen Gemeinschaft im Konflikt liegt", sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Sean McCormack, am Montag in Washington. Washington behalte sich vor, im Falle eines Geschäftsabschlusses Sanktionen gegen die OMV zu verhängen. Dies entspreche dem "Iran Sanctions Act", wonach die USA Strafmaßnahmen gegen Firmen ergreifen können, die mehr als zehn Millionen Dollar (7,38 Mio. Euro) im Iran investieren. Solche Firmen können vom US-Kapitalmarkt ausgeschlossen werden.
Die OMV notiert nicht mit eigenen Aktien an der Wall Street, ist seit 1994 aber mit sogenannten American Depository Receipts (ADR) am US-Kapitalmarkt vertreten. ADRs sind Zertifikate, die im Fall der OMV von JP Morgan ausgestellt werden. JP Morgan hat die zugrunde liegenden Aktien in Verwahrung.
Ruttenstorfer: "Wichtiger Schritt"
"Energiesicherheit braucht Diversifikation", sagte OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer. Er halte die geplante Zusammenarbeit mit dem Iran für einen wichtigen Schritt, nicht von Russland als einzigem Gasanbieter abhängig zu sein. Man halte sich dabei an alle österreichischen Gesetze, an alle Beschlüsse der EU und der UNO und auch an den unternehmenseigenen "Code of Ethics" zu den Menschenrechten.
Unterstützung für die OMV gab es auch von SPÖ, ÖVP, FPÖ und BZÖ. Die Grüne Abgeordnete Ulrike Lunacek kritisierte das Timing angesichts der gerade verschärften EU-Sanktionen als "ungünstig".
Bisher ist die OMV im Iran in einem Onshore-Erdölprojekt tätig. Über die weiteren Gespräche des Iran-Projekts wurde Stillschweigen vereinbart. Mit einem Vertragsabschluss jedenfalls sei frühestens Ende 2007 zu rechnen.
Für Tobias Winter von der Raiffeisen Centrobank ist die Reaktion der USA zum OMV-Projekt "nicht überraschend gekommen", zumal auch die Banken angehalten worden seien, ihre Geschäfte mit dem Iran zurückzufahren. Das Projekt an sich sei "strategisch sinnvoll". (stro, mimo, APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.4.2007)
Zuerst Waffen liefern in den Irak wie in den Iran, dann Angriffskriege führen und sich die Ölquellen und die Aufträge für den Wiederaufbau sichern und dann zu versuchen, andere zu diskriminieren. Halten uns die Typen über´m Teich eigentlich für genauso dumm, wie sie es selbst sind ? Würden die starken Währungen dieser Welt - und gehören sicher der Euro und der Yen dazu - nicht den US-Dollar stützen, hätte Georgie-Boy mit ein paar Millionen Arbeitslosen gleich andere Sorgen und auch nicht die Kohle, tausende Kilometer von zu Hause weg, Kriege zu führen. Keine US-Ware mehr ! Gibt es eigentlich irgendwo eine vernünftige Homepage, wo man sehen kann, bei welchen Produkten und Firmen die die Finger drin haben ?
Müssen alle McDonaldsfilialen zusperren und setzt man uns keine neuen Starbucks' mehr vors Haus?
Eine Möglichkeit (viel mehr fallen mir nicht ein) die OMV von der Liste der amerikanischen Börse zu streichen. Problem dabei ist nur, dass die OMV dort gar nicht gelistet ist, aber dass weiß in Washington sicher keiner...
...ich habs konpliziert oder falsch formuliert oder sie wollen mich nicht verstehen ? ;)
"oder sollen die McDo Konsumenten in Österreich Druck auf den österr. McDo ausüben, im Namen der USA?"
warum im namen der USA? in eigneem Namen vielleicht ?
inhaltlich nicht das geringste mit dem artikel und auch nicht mit dem kommentar, auf den sie reagieren zu tun hat, dann werd ich auch nicht versuche einen zusammenhang zu erkennen, wo keiner ist.
schließlich ist der druck, den irgendwelche konsumenten irgendwo auf der welt auf irgendwelche konzerne ausüben können nicht im geringsten thema hier.
ein kurzes "doch" hätte auf sein "vielleicht" genügt
daß die USA auch aus anderen Gründen dieses Engagement der OMV kritisieren ?
Sind diese Gründe vielleicht, daß die USA später mal selbst gedenken, sich das Öl/Gasgeschäft dort unter den Nagel zu reißen, so wie im Irak geschehen?
Könnte es sein, daß man, prophylatisch sozusagen, versucht, Non-US- Konzerne aus diesem potentiellen Markt zu halten?
NEEEEIIIN, ich bitte doch, sowas würden sie doch nieee tun, nicht die braven, heldenhaften USA !!!
Immerhin wurde der heldenhafte Irakkrieg nur geführt, um das geknechtete Irakische Volk zu befreien, nicht wegen der dortigen Ölquellen !!!
Oder doch ?
Ja klar Washington, behaltet ihr euch die Sanktionen schön vor. Oostariki hat die EURo sanktionen nach dem ruhmreichen Aufstand von Heider überlebt, dann werden wir das auch grad noch packen.
ÖMV, lasst euch nicht intimitieren! Durchziehen.
Zumindest. Vielleicht bekommen wir ja wieder so eine schöne Theatervorstellung via Powerpoint präsentiert wir gefährlich doch die böse Welt ausserhalb von Texas ist.... ;-)
In so einem Fall würde ich also wirklich den Iran isolieren und sofort dem Boden gleich machen und natürlich müsste auch Österreich zur Unterstützung der USA sofort die Gebirgsjäger gefolgt von ein paar €urofliegern in den Iran versenden.
... ach Mensch. ... wann sind auch wieder Wahlen in USA?
Deshalb heißt es wahrscheinlich Demokratie, weil ein Land, welches 1000de von Kilometer weg ist uns deren Gesetze vorgeben kann.
Wenn das Regelement der EU, und das ist vielleicht bindend für uns, eingehalten wird, dann ist der Deal rechtlich und moralisch in Ordnung. Und die USA sind nicht die Weltpolizei und schon gar nicht die Weltregierung.
Die sollen bleiben, wo sie sind. Der USA geht es rein um die Öl- und Gasvorkommen für ihren eigenen Bedarf und nicht um den bösen, bösen Iran.
Immerhin hat die USA Mitte der 80er den Iran mit Waffen gleichermaßen wie den Irak beliefert. Nur ist deren Rechnung nicht aufgegangen. Jetzt halt mal eine neue andere Taktikt.
& jedem land sein guantanamo fuer all die boesen boesen terroeristen ...
ach ja: laut vatikan ist abtreibung terrorismus *uahaha*
http://www.heise.de/tp/r4/art... 142/1.html
ich liebe unsere kleine kranke welt ;)
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