Breite Front gegen US-Einmischung

von Redaktion  |  24. Mai 2007, 17:24
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    Die US-Regierung hat sich besorgt über eine geplante Zusammenarbeit zwischen dem börsenotierten österreichischen Öl- und Gaskonzern OMV und der Nationalen Iranischen Öl-Gesellschaft NIOC geäußert.

OMV erhält Unterstützung für den Iran-Deal: Das Gas-Projekt ist sinnvoll, meinen fast alle Parteien. Die Amerikaner sind verärgert

Wien – Trotz heftiger Kritik aus den USA zum geplanten Großprojekt der OMV im Iran spürt Österreichs Öl- und Gaskonzern Rückenwind. Unterstützung für die geplante Entwicklung von Gasfeldern und Weiterlieferung des Energierohstoffs nach Europa kam am Dienstag erneut von Außenministerin Ursula Plassnik, wobei sie sich im Gespräch mit dem STANDARD für eine klare Trennung der Atomsanktionen von anderen wirtschaftlichen Aktivitäten aussprach.

"Ich plädiere für Nüchternheit und Sachlichkeit in der Debatte. Es handelt sich bei den Aktivitäten der OMV im Iran um einen Geschäftsvorgang, der mit dem Nuklearprogramm nichts zu tun hat und im Erdgasbereich angesiedelt ist", sagte die Außenministerin.

Man setze die Sanktionen der UNO auf Punkt und Beistrich um, einen vollständigen Wirtschaftsboykott gebe es aber nicht. Die Sanktionen richteten sich ausschließlich gegen das Atomprogramm, nicht gegen die Bevölkerung des Landes. Und schließlich gehe es auch um die Energiesicherheit in der EU.

Vorvertrag

Wie berichtet, hat sich die OMV am Wochenende mit der nationalen iranischen Ölgesellschaft NIOC auf einen nicht bindenden Vorvertrag für ein Riesen-Gasprojekt verständigt. Dabei geht es um die Entwicklung von Teilen des South Pars Gasfeldes im Persischen Golf (siehe Grafik), den Bau einer Erdgas-Verflüssigungsanlage sowie Bezugsverträge. Alles in allem hat das Projekt einen Wert von knapp 22 Mrd. Euro – verteilt auf die nächsten 25 Jahre.

Die USA hatten sich besorgt über die geplante Zusammenarbeit geäußert. "Vielleicht ist es nicht die günstigste Zeit für ... große Investitionen auf dem iranischen Gas-und Ölsektor, wenn der Iran (wegen seiner Atompläne; Anm.) mit dem Rest der internationalen Gemeinschaft im Konflikt liegt", sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Sean McCormack, am Montag in Washington. Washington behalte sich vor, im Falle eines Geschäftsabschlusses Sanktionen gegen die OMV zu verhängen. Dies entspreche dem "Iran Sanctions Act", wonach die USA Strafmaßnahmen gegen Firmen ergreifen können, die mehr als zehn Millionen Dollar (7,38 Mio. Euro) im Iran investieren. Solche Firmen können vom US-Kapitalmarkt ausgeschlossen werden.

Die OMV notiert nicht mit eigenen Aktien an der Wall Street, ist seit 1994 aber mit sogenannten American Depository Receipts (ADR) am US-Kapitalmarkt vertreten. ADRs sind Zertifikate, die im Fall der OMV von JP Morgan ausgestellt werden. JP Morgan hat die zugrunde liegenden Aktien in Verwahrung.

Ruttenstorfer: "Wichtiger Schritt"

"Energiesicherheit braucht Diversifikation", sagte OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer. Er halte die geplante Zusammenarbeit mit dem Iran für einen wichtigen Schritt, nicht von Russland als einzigem Gasanbieter abhängig zu sein. Man halte sich dabei an alle österreichischen Gesetze, an alle Beschlüsse der EU und der UNO und auch an den unternehmenseigenen "Code of Ethics" zu den Menschenrechten.

Unterstützung für die OMV gab es auch von SPÖ, ÖVP, FPÖ und BZÖ. Die Grüne Abgeordnete Ulrike Lunacek kritisierte das Timing angesichts der gerade verschärften EU-Sanktionen als "ungünstig".

Bisher ist die OMV im Iran in einem Onshore-Erdölprojekt tätig. Über die weiteren Gespräche des Iran-Projekts wurde Stillschweigen vereinbart. Mit einem Vertragsabschluss jedenfalls sei frühestens Ende 2007 zu rechnen.

Für Tobias Winter von der Raiffeisen Centrobank ist die Reaktion der USA zum OMV-Projekt "nicht überraschend gekommen", zumal auch die Banken angehalten worden seien, ihre Geschäfte mit dem Iran zurückzufahren. Das Projekt an sich sei "strategisch sinnvoll". (stro, mimo, APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.4.2007)

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Fipo1
26.04.2007 14:36
Typisch AMIs

Zuerst Waffen liefern in den Irak wie in den Iran, dann Angriffskriege führen und sich die Ölquellen und die Aufträge für den Wiederaufbau sichern und dann zu versuchen, andere zu diskriminieren. Halten uns die Typen über´m Teich eigentlich für genauso dumm, wie sie es selbst sind ? Würden die starken Währungen dieser Welt - und gehören sicher der Euro und der Yen dazu - nicht den US-Dollar stützen, hätte Georgie-Boy mit ein paar Millionen Arbeitslosen gleich andere Sorgen und auch nicht die Kohle, tausende Kilometer von zu Hause weg, Kriege zu führen. Keine US-Ware mehr ! Gibt es eigentlich irgendwo eine vernünftige Homepage, wo man sehen kann, bei welchen Produkten und Firmen die die Finger drin haben ?

Demokratische Diktatur
25.04.2007 12:40
Wie will die USA Österreich boykottieren?

Müssen alle McDonaldsfilialen zusperren und setzt man uns keine neuen Starbucks' mehr vors Haus?


Eine Möglichkeit (viel mehr fallen mir nicht ein) die OMV von der Liste der amerikanischen Börse zu streichen. Problem dabei ist nur, dass die OMV dort gar nicht gelistet ist, aber dass weiß in Washington sicher keiner...

Frieda Pazifa
25.04.2007 18:51
na ja, aber mit den Software-Lizenzen für die Eurofighter

könnens uns dann aber voll erpressen die Amis :-)

DocSnyder  
25.04.2007 13:12
naja glaubens dass...

...es den herrn McDonald völlig kalt lässt wenn keiner mehr seine burger konsumiert und seis nur im klainene österreich?
im übrigen wird ja nicht nur auf die OMV druck ausgeübt.
Konsum is nun mla die einzige "waffe" des konsumenten

Demokratische Diktatur
25.04.2007 13:14
sie haben da was verwechselt

die USA will Druck ausüben, nicht umgekehrt...

Die werden dazu kaum die österr. Kunden aufrufen, nicht mehr bei McDo zu essen

DocSnyder  
25.04.2007 13:22
ja is mir klar ????....

...sagte ja nicht dass die usa das macht.
sollte shcon jeder selber so weit sein ;)

Demokratische Diktatur
25.04.2007 13:25
nur macht ihre aussage dann halt nicht den geringsten sinn...

oder sollen die McDo Konsumenten in Österreich Druck auf den österr. McDo ausüben, im Namen der USA?

oder die McDo Konsumenten in den USA Druck auf die österr. McDo Filialen?

DocSnyder  
25.04.2007 14:05
also entweder haben sie was nicht verstanden,...

...ich habs konpliziert oder falsch formuliert oder sie wollen mich nicht verstehen ? ;)

"oder sollen die McDo Konsumenten in Österreich Druck auf den österr. McDo ausüben, im Namen der USA?"

warum im namen der USA? in eigneem Namen vielleicht ?

Demokratische Diktatur
25.04.2007 14:17
schreibens das nächste mal einfach dazu, dass ihr posting

inhaltlich nicht das geringste mit dem artikel und auch nicht mit dem kommentar, auf den sie reagieren zu tun hat, dann werd ich auch nicht versuche einen zusammenhang zu erkennen, wo keiner ist.

schließlich ist der druck, den irgendwelche konsumenten irgendwo auf der welt auf irgendwelche konzerne ausüben können nicht im geringsten thema hier.

Mutantenwastl
25.04.2007 12:39

Man muss ihn ja fast lieb haben, den Cheney Dick:)

Demokratische Diktatur
25.04.2007 12:37
"Vielleicht ist es nicht die günstigste Zeit für ... große Investitionen auf dem iranischen Gas-und Ölsektor, wenn der Iran (wegen seiner Atompläne; Anm.) mit dem Rest der internationalen Gemeinschaft im Konflikt liegt"

ein kurzes "doch" hätte auf sein "vielleicht" genügt

the_byte
25.04.2007 11:57
Ist es bösartig, zu unterstellen,

daß die USA auch aus anderen Gründen dieses Engagement der OMV kritisieren ?
Sind diese Gründe vielleicht, daß die USA später mal selbst gedenken, sich das Öl/Gasgeschäft dort unter den Nagel zu reißen, so wie im Irak geschehen?
Könnte es sein, daß man, prophylatisch sozusagen, versucht, Non-US- Konzerne aus diesem potentiellen Markt zu halten?
NEEEEIIIN, ich bitte doch, sowas würden sie doch nieee tun, nicht die braven, heldenhaften USA !!!
Immerhin wurde der heldenhafte Irakkrieg nur geführt, um das geknechtete Irakische Volk zu befreien, nicht wegen der dortigen Ölquellen !!!
Oder doch ?

the_byte
25.04.2007 12:01
Ich reiche verschämt ein "k" nach *gg*

krendl
25.04.2007 11:36
Jaja, und in fünf Jahren

sind die USA wieder die besten Habara mit dem Iran - gegen einen anderen Schurken dieser Welt. Wenn man sich an den USA-Fahrplan halten würde, wärs gscheiter, man spielt gleich das Huterl-Spiel.

Günter Bachbauer  
25.04.2007 11:01
OJE

Bald steht das amerikanische Heer vor Wien und belagert unsere schöne Hauptstadt...O NEIN!!!

Wir bösen, bösen ÖsterreicherInnen! Haben es aber auch verdient.

mfg

ersilio
25.04.2007 11:44
...was äusserst sinnlos für uns wäre, denn

die Türken haben uns den Kaffee dagelassen (danke!);
was hätten die Amis, das wir noch nicht kennen?

Rudolf Larchner
25.04.2007 10:41
Washington behalte sich vor, ...

Ja klar Washington, behaltet ihr euch die Sanktionen schön vor. Oostariki hat die EURo sanktionen nach dem ruhmreichen Aufstand von Heider überlebt, dann werden wir das auch grad noch packen.

ÖMV, lasst euch nicht intimitieren! Durchziehen.

Zumindest. Vielleicht bekommen wir ja wieder so eine schöne Theatervorstellung via Powerpoint präsentiert wir gefährlich doch die böse Welt ausserhalb von Texas ist.... ;-)

In so einem Fall würde ich also wirklich den Iran isolieren und sofort dem Boden gleich machen und natürlich müsste auch Österreich zur Unterstützung der USA sofort die Gebirgsjäger gefolgt von ein paar €urofliegern in den Iran versenden.

... ach Mensch. ... wann sind auch wieder Wahlen in USA?

Ronald Tekener
25.04.2007 12:20

Wenn man schon Fremdwörter benutzt, sollte man sie auf richtig schreiben. Es heißt "intimi*d*ieren". ;-)

Inhaltlich stimme ich Ihnen zu.

Rudolf Larchner
25.04.2007 12:51
danke für die Korrektur. können's den Rest auch gleich ausbessern ;-)...

Vince1  
25.04.2007 12:08
Heisst das dann alle MC D...

Filialen sperren dann sofort aufunbestimmte Zeit zu!?

mohr hansito retro-holger
25.04.2007 10:40
Diesem Chavez ist kein Geschäft zu schmutzig!

Eupensepp
25.04.2007 09:57
Österreich hat sich den USA unterzuordnen!

US-Gesetze gelten nun mal auch für Österreich!

Techniker
25.04.2007 12:39

Deshalb heißt es wahrscheinlich Demokratie, weil ein Land, welches 1000de von Kilometer weg ist uns deren Gesetze vorgeben kann.

Wenn das Regelement der EU, und das ist vielleicht bindend für uns, eingehalten wird, dann ist der Deal rechtlich und moralisch in Ordnung. Und die USA sind nicht die Weltpolizei und schon gar nicht die Weltregierung.
Die sollen bleiben, wo sie sind. Der USA geht es rein um die Öl- und Gasvorkommen für ihren eigenen Bedarf und nicht um den bösen, bösen Iran.
Immerhin hat die USA Mitte der 80er den Iran mit Waffen gleichermaßen wie den Irak beliefert. Nur ist deren Rechnung nicht aufgegangen. Jetzt halt mal eine neue andere Taktikt.

ein humanoid
25.04.2007 10:32
ich will die us gesetzte fuer die ganze welt!!!

& jedem land sein guantanamo fuer all die boesen boesen terroeristen ...

ach ja: laut vatikan ist abtreibung terrorismus *uahaha*
http://www.heise.de/tp/r4/art... 142/1.html

ich liebe unsere kleine kranke welt ;)

J R1
25.04.2007 10:25

und wenn Österreich sagt, keinerlei gentechnisch veränderte Lebensmittel dürfen importiert, angebaut oder in den Handel gebracht werden, hält sich dann die USA auch dran? Na schauns, man sollte ihnen den blanken Hintern zeigen und bitten einmal zu lecken.

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