Landeshauptmann Pröll will Verlängerung der Volksschule auf sechs Jahre

16. Juli 2007, 10:41
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Auch Oberösterreichs Landeshauptmann Pühringer forderte bereits einmal Ausdehnung der Volksschulzeit

Wien - Der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) spricht sich für eine Verlängerung der Volksschulzeit von vier auf sechs Jahre aus. "Wir wollen organisatorisch ermöglichen, dass ab dem Schuljahr 2008/09 Kinder nicht schon mit zehn, sondern erst mit zwölf Jahren entscheiden müssen, ob sie in die Hauptschule oder ins Gymnasium gehen", so Pröll im "Kurier".

Pröll: "keine rot-orange Achse"

Eine von ÖVP-Chef Wilhelm Molterer und Bildungssprecher Fritz Neugebauer kritisierte "rot-orange Achse" wegen des Gesamtschul-Vorstoßes von Kärnten sieht Pröll nicht. "Das wäre zu viel hineininterpretiert. Man soll nicht gleich einen Verrat oder sonst was vermuten. Niederösterreich geht eigene Wege. Das billige ich auch anderen zu." Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) gehe "halt gerne den sozialistischen Weg".

Selektion zu früh

Pröll ist nicht der einzige VP-Landeshauptmann, der für eine Verlängerung der Volksschule eintritt. Der oberösterreichische Landeschef Josef Pühringer forderte bereits vor zwei Jahren zunächst eine sechsjährige Volksschule, dann eine fünfjährige. Zuletzt hielt auch die Leiterin des Bereichs Bildung in der VP-Perspektivengruppe, die Wiener nicht-amtsführende Stadträtin Katharina Cortolezis-Schlager, eine Selektion der Kinder im Alter von zehn Jahren für "unnatürlich". Aus entwicklungspsychologischer Sicht wäre eine Trennung erst im zwölften Lebensjahr besser. (APA)

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