Für Tesar schon jetzt "erstklassig"

4. Juli 2007, 13:09
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Kapitän von seinem Team beeindruckt - Österreich bei Auslosung am Mittwoch gesetzt - Deutschland als möglicher Gegner

Wien - Österreichs Fed-Cup-Team hat nach einer starken Performance am Wochenende in Dornbirn den ersten Schritt in Richtung Erstklassigkeit genommen. Noch wichtiger als der 4:1-Erfolg über Australien war aber die Art und Weise, wie sich Sybille Bammer und die erst 16-jährige Tamira Paszek präsentiert haben. "Für mich sind wir schon jetzt erstklassig", meinte Kapitän Alfred Tesar daher nicht zu Unrecht.

Dass die ÖTV-Damen die vier Einzel ohne Satzverlust gewinnen könnten, war wohl auch in optimistischen Prognosen nicht erwartet worden. Bammer schüttelte ihre bisher negativen Erfahrungen im Fed Cup ab, Paszek bewies einmal mehr ihr ungemeines Potenzial. "Ich erwarte mir von Tamira bei den nächsten Turnieren einiges, das Erreichen der Top 50 ist für sie locker möglich", prophezeit Tesar.

Paszek souverän

Von Nervosität war bei Paszek nichts zu bemerken, sie ließ den Nummern 28 (Samantha Stosur) und 59 (Alicia Molik) gerade nur acht Games. Und dies obwohl sie vor Familie und Schulkollegen in ihrer Heimatstadt angetreten ist. "Sie kann unter Druck noch wachsen. Das habe ich schon gesehen, als ich sie erstmals gegen Frankreich eingesetzt habe", erinnert sich Tesar an den April 2005.

Und auch die auf Platz 25 vorgestoßene Bammer habe ihre "negativ behafteten" Fed-Cup-Erlebnisse abgelegt. Mit Blick auf die Zukunft nicht zu vergessen ist auch Yvonne Meusburger, die demnächst erstmals im Kreis der Top 100 zu erwarten ist. Die Ankündigung von Bammer und Paszek, nun auch vermehrt Doppel spielen zu wollen (darunter in Wimbledon und bei den US Open gemeinsam), freut Tesar.

Team-Leaderin Bammer

Aus ÖTV-Sicht berichtete Generalsekretär Peter Teuschl von 5.500 Zuschauern an zwei Tagen und also einem (kleinen) finanziellen Erfolg. Er lobte Bammer und Paszek gleichermaßen. "Bammer hat sich zur Team-Leaderin entwickelt und auch Tamira hat eine tolle Leistung gebracht. Sehr positiv überrascht hat mich die hervorragende Stimmung im Team." Mit ein Grund sicher auch das Engagement von Barbara Schwartz als Coach Assistant.

Gratulationen via SMS kamen übrigens auch aus Australien von Barbara Schett, die ja den Fed Cup für einen dortigen TV-Kanal moderiert hatte. Die Feier fiel übrigens sehr ruhig aus, die nicht in Vorarlberg lebenden Spielerinnen reisten doch noch Sonntag ab.

Tschechien wäre harter Brocken

Bei der Auslosung am Mittwoch (12:00 Uhr MESZ) in London wird Österreich im Topf für das Playoff am 14./15. Juli gesetzt sein. Kandidaten sind Deutschland (auswärts) sowie China, Tschechien und Israel (jeweils Losentscheid). Vor allem die Tschechinnen wären im Fall des Antretens der Weltranglisten-8. Nicole Vaidisova ein besonders harter Brocken. (APA)

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    Paszek, Bammer, Tesar: Alle voll happy.

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