Auf dem Weg zu den Besten

4. Juli 2007, 13:09
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Bammer und Paszek siegten auch am zweiten Tag - Österreich nach 4:1-Erfolg gegen Australien im Weltgruppen-Playoff

Dornbirn - Auf Schultern vom Platz getragen werden, das ist ein Gefühl, das Sybille Bammer bisher nicht kannte. Doch am Sonntag in Dornbirn durfte die demnächst 27-jährige Oberösterreicherin dieses vor rund 2.000 Zuschauern voll auskosten. Bammer hatte mit ihren Zweisatzsiegen über Alicia Molik und am zweiten Tag über Samantha Stosur (6:3,7:5 nach 84 Minuten) maßgeblich zum Heimsieg der ÖTV-Damen beigetragen. Nun spielt Österreich am 14./15. Juli um den Aufstieg in die Gruppe der besten acht Nationen der Weltgruppe I. Frau hofft dabei auf ein Heimspiel, die Auslosung erfolgt am 25. April.

"Ein unbeschreibliches Gefühl. Das war ein guter Schritt in die richtige Richtung", sagte die Ottensheimerin, die in der Weltrangliste mittlerweile auf Platz 25 vorgestoßen ist. "Ich habe mich beim Fed Cup noch nie so wohl gefühlt wie in dieser Woche." Das Klima im Team ist hervorragend und Bammer sicherte auch schon jetzt zu, dass sie auch Mitte Juli wieder zur Verfügung steht.

Auch Kapitän Alfred Tesar war sehr zufrieden. "Im Dezember waren wir noch Außenseiter, doch durch die Leistungsentwicklungen wurde es zu einer 50:50-Ausgangslage", sagte der 58-Jährige, der nach dem 2:0 nach Tag zwei nicht mehr am Sieg gezweifelt hat.

Obwohl Stosur gegen Bammer stärker auftrat als gegen Paszek, war die mental mittlerweile sehr stabile Österreicherin nie wirklich in Gefahr. Auch nicht als Stosur ein 3:5 im zweiten Satz zum 5:5 ausglich. "Das war sehr wichtig für sie, obwohl sie hier nicht so gut gespielt hat wie auf der Tour", meinte Trainer Jürgen Waber. Bammer bestätigte das: "Ja, da spiele ich noch aggressiver."

Paszek legte nach

Nach Bammer holte auch Tamira Paszek mit einer überzeugenden Leistung und einem 6:4,6:2-Erfolg über Alicia Molik ihren zweiten Punkt. Die Weltranglisten-84. benötigte nur 77 Minuten zur 4:0-Führung des ÖTV-Teams, das bis zum Doppel nicht einen Satz abgegeben hat.

Paszek untermauerte mit klaren Siegen über die Nummern 28 und 59 im WTA-Ranking ihr Riesenpotenzial. Nur acht Games gab die Dornbirnerin trotz der sicher nicht einfachen Aufgabe, vor Familie und vielen Freunden in ihrer Heimatstadt zu spielen, ab. Im Doppel sorgten Stosur/Stubbs gegen Klaffner/Meusburger für den Ehrenpunkt für die Australierinnen.

In nächster Zukunft soll in erster Linie die Achillesferse Doppel gestärkt werden. Bammer wird in Wimbledon und bei den US Open mit Tamira Paszek antreten, das ist ausgemachte Sache. Bei den French Open spielt Bammer - an der Seite der Deutschen Julia Schruff - ihr erstes Grand-Slam-Doppel. (APA/red)

Fed Cup, Weltgruppe II

  • Österreich - Australien 4:1

    Samstag:
    Tamira Paszek - Samantha Stosur 6:1,6:1
    Sybille Bammer - Alicia Molik 7:5, 6:4

    Sonntag:
    Bammer - Stosur 6:3,7:5
    Paszek - Molik 6:4,6:2
    Melanie Klaffner/Yvonne Meusburger - Stosur/Rennae Stubbs 4:6,3:6

    Die ÖTV-Damen haben sich damit für das Playoff der Weltgruppe I qualifiziert und spielen am 14./15. Juli um den Aufstieg in die Top-8-Nationen der Welt. Die Auslosung erfolgt am 25. April in London.

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      Sybille Bammer setzte am zweiten Tag in Dornbirn den souveränen Auftritt der Österreicherinnen fort.

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