Alle an einem Strang

25. April 2007, 17:00
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Vom Potenzial des Allradantriebs und das Schalten von Morgen: Teil 4 der Serie zur Zukunft des Autos über neue Antriebstechniken

Allradfahrzeuge haben vor allem durch den Geländewagenboom in den vergangenen Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen. Doch Allradantrieb in dieser Form scheint in Anbetracht der Treibhaus-Misere, an der das Auto einen wesentlichen Anteil hat, eine Fahrt in die Sackgasse zu sein.

Es gilt, nicht unbedingt leistungsfähigere, sondern schlankere Antriebseinheiten zu entwickeln. Leistungsfähigkeit also weniger in Traktion gemessen als im Sinn von Wirkungsgradverbesserung. Automatikgetriebe bilden hier auch keinen überzeugenden Ausweg. Für sie spräche die bessere elektronische Steuerung der Schaltvorgänge.

Wandlerautomatik mit Nachteilen

Doch die herkömmliche Wandlerautomatik hat trotz vieler Verbesserungen (etwa die mechanische Überbrückung des Wandlers in vielen Betriebszuständen) durch den prinzipiell schlechten Wirkungsgrad des Drehmomentwandlers nach wie vor Nachteile im Gesamtwirkungsgrad, auch wenn sie klüger schaltet als der Mensch.

Auch das Doppelkupplungsgetriebe DSG, das von der Funktionsweise her beeindruckend arbeitet, hat durch sein Hydrauliksystem Verluste, die durch schlaue Schaltmodi nicht ganz aufgehoben werden können.

Mensch ist Trumpf

Als bessere Lösung zur geforderten Verringerung des Verbrauchs erscheinen herkömmliche automatisierte Schaltgetriebe. Sie werden aber durch den schlechten Schaltkomfort kaum akzeptiert.

Im Grunde gilt aber eines: Das herkömmliche Schaltgetriebe und ein Mensch, der geschickt damit umgehen kann, werden von automatischen Systemen schwer zu schlagen sein. Der Ansatz für effizientere Antriebstechnik liegt dann schon eher bei Hybridsystemen, wo sich Verbrennungs- und Elektromotoren die Antriebsaufgaben teilen, je nachdem, welche Form gerade mit besserem Wirkungsgrad arbeitet.

Energiefluss

Hier sind dann durchaus wieder Formen des Allradantriebs denkbar, aber eben weniger zur Maximierung der Traktion, sondern zur Verbesserung des Energieflusses. (Rudolf Skarics, derStandard.at, 25.4.2007)

Der fünfte und letzte Teil der Serie nimmt die neuen Fertigungstechniken im Automobilbau unter die Lupe.

  • Egal ob im edlen Sportwagen (hier: Porsche Carrera 4S) ...
    foto: werk

    Egal ob im edlen Sportwagen (hier: Porsche Carrera 4S) ...

  • ... oder in der Mittelklasse (BMW 5er mit X-Drive): Allradantrieb hat sich in den vergangenen Jahren etabliert.
    foto: werk

    ... oder in der Mittelklasse (BMW 5er mit X-Drive): Allradantrieb hat sich in den vergangenen Jahren etabliert.

  • Das Doppelkupplungsgetriebe DSG: Phänomenal für alle, die mit dem Handschalter Schluss gemacht haben.
    foto: werk

    Das Doppelkupplungsgetriebe DSG: Phänomenal für alle, die mit dem Handschalter Schluss gemacht haben.

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