Im Dienste der Sicherheit

23. April 2007, 17:00
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Von der Gurtpflicht bis zur Verkehrs-Telematik: Teil 2 der Serie zur Zukunft des Automobils beleuchtet das Thema Sicherheit

Als die ersten Sicherheitsfeatures ins Auto gelangten, also vor etwas über dreißig Jahren, waren nur ein Drittel so viele Fahrzeuge unterwegs, aber es gab rund drei Mal so viele Verkehrstote und Verletzte wie heute.

Die Einführung der Gurtpflicht (1976), die systematischen Verbesserung der Sicherheitsfahrgastzelle und die Helmpflicht für Motorräder (1985) brachten bereits einen erheblichen Rückgang bei den katastrophalen Unfallfolgen.

Mit der Verbreitung von Airbags und Antiblockiersystemen (ab Ende der achtziger Jahre) und elektronischen Fahrdynamiksystemen (ESP, in den 90er-Jahren) verbesserte sich die Situation noch weiter.

Früherkennung

Einen erheblichen Anteil haben auch die Fortschritte in der medizinischen Versorgung und die Einführung der Notarzthubschrauber. Eine weitere Steigerung der Sicherheit versprechen Unfall-Früherkennungssysteme, die bei einem drohenden Unfall die Gurte vorspannen und die Fenster schließen. Sie sind derzeit aber nur in der Luxusklasse gegen Aufpreis zu haben.

Crashsicherheit

Ein wichtiger Punkt war in den letzten Jahren auch die Kinder-Crashsicherheit, denn gerade Kinder waren lange Zeit ganz besonders gefährdet. Der nächste Schritt der nun gerade eingeleitet wurde, betrifft die Fußgängersicherheit durch eine bessere Gestaltung der Wagenfront.

Gewichtsprobleme

Im Großen und Ganzen scheinen die Maßnahmen auf Seite des Autos selbst aber schon ziemlich ausgereizt, da mehr Sicherheit meistens auch mehr Gewicht bedeutet.

Künftig wird man mehr das Gesamtsystem Straßenverkehr sehen müssen. Stichwort Harmonisierung des Verkehrsflusses. Nur eine bessere Organisation der Fahrzeuge kann dazu führen, dass Autos wieder leichter gebaut werden können. Die erscheint als unausweichliche Maßnahme, um den Kraftstoffverbrauch noch einmal gravierend abzusenken. (Rudolf Skarics, derStandard.at, 23.4.2007)

Der dritte Teil der Serie beleuchtet die Zukunft des Fahrzeug-Komforts.

  • Mercedes war einer der Vorreiter bei der passiven Sicherheit. Die Früherkennung von Unfällen ist ein wichtiger Baustein einer künftigen Sicherheitssarchitektur.
    foto: werk

    Mercedes war einer der Vorreiter bei der passiven Sicherheit. Die Früherkennung von Unfällen ist ein wichtiger Baustein einer künftigen Sicherheitssarchitektur.

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    Die liebe Familie oder: Crashtest-Dummies werden im Dienste der Insassensicherheit auch weiterhin den Kopf hinhalten müssen.

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