SAP punktet auf Heimatmarkt vor der US-Konkurrenz

30. April 2007, 08:15
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Start ins neue Jahr aber verhaltener als in Vorjahren - Wichtige Softwareerlöse zweistellig gesteigert

Europas größter Softwarehersteller SAP hat auf dem amerikanischen Heimatmarkt seines schärfsten Konkurrenten Oracle deutlich gepunktet. Im ersten Quartal 2007 verbuchte SAP getragen von einem starken US-Geschäft mit Softwarelizenzumsätzen erneut ein zweistelliges Plus.

"Das war ein sehr guter Start ins Jahr."

Wegen hoher Investitionen in das Mittelstandsgeschäft gab es beim operativen Gewinn dagegen nur ein gedrosseltes Wachstum von sechs Prozent. SAP-Chef Henning Kagermann äußerte sich am Freitag in Walldorf dennoch zufrieden mit dem ersten Quartal: "Das war ein sehr guter Start ins Jahr."

Softwarelizenzumsatz ausgebaut

In den ersten drei Monaten des Jahres baute der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware seinen Softwarelizenzumsatz von 514 Millionen Euro im Vorjahr auf 563 Millionen Euro aus. Mit einem Plus von elf Prozent auf 249 Millionen Euro war das Amerikageschäft Wachstumstreiber Nummer eins in dem Geschäftsbereich. Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse stiegen um neun Prozent auf 1,52 Milliarden Euro.

Mehr Umsatz

Der Gesamtumsatz Unternehmens kletterte um sechs Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Beim operativen Gewinn gab es einen Anstieg von 409 Millionen auf 433 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern wuchs um zehn Prozent auf 310 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Konzern um 1139 auf 40 594, in Deutschland um 110 auf 14 324. SAP baute zudem seien weltweiten Marktanteil bei der betriebswirtschaftlichen Anwendungssoftware weiter aus. Gemessen am Produktumsatz stieg er im ersten Quartal auf 25,1 Prozent nach 24,5 Prozent im vierten Quartal 2006. Die Aktien von SAP stiegen bis zum Mittag um 2,27 Prozent auf 36,92 Euro.

Ausblick

SAP-Chef Kagermann bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr, nach dem ein währungsbereinigtes Plus bei den Software- und softwarebezogenen Serviceerlösen von bis zu 14 Prozent erzielt werden sollen. Das weltweit drittgrößte Softwarehaus plant unverändert ein Mitarbeiterplus von 3500 Beschäftigten. Davon sollen bis zu zehn Prozent neue Jobs in diesem Jahr in Deutschland entstehen. In das Mittelstandsgeschäft will SAP 2007 bis zu 400 Millionen Euro investieren. (APA/dpa)

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