Samsung lässt sich vor eventuellen Patent­ansprüchen auf Linux schützen

23. Juli 2007, 12:48
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Teil eines größeren gemeinsamen Patentdeals - KundInnen werden ähnlich wie bei Novell-Deal vor eventuellen Klagen geschützt

Samsung und Microsoft haben gemeinsam ein wechselseitiges Patentabkommen bekannt gegeben, so weit eigentlich nichts ungewöhnliches. Für Aufregung sorgt allerdings ein Detail des Deals: Samsung hat sich explizit vor eventuellen Ansprüchen der Redmonder in Bezug auf mögliche Patentverstöße beim freien Betriebssystem Linux schützen lassen.

Wortlaut

Konkret heißt es dazu in der zugehörigen Presseaussendung: "Samsung, sein Vertrieb und die KundInnen dürfen Microsofts Patente in Produkten von Samsung mit proprietäre Software zum Einsatz bringen, auch erhält Samsung Schutz für die Nutzung gewisser Linux-basierter Produkte für seine KundInnen".

Details

Um welche Produkte es sich dabei konkret handelt, wird ebenso wenige ausgeführt, wie die finanziellen Details des Deals. Bekannt ist nur, dass für die Nutzung der jeweiligen Technologien Geld zwischen den Unternehmen fließen soll, konkrete zahlen nennt man dabei aber nicht.

Parallelen

Das Samsung-Microsoft-Abkommen erinnert damit an die Abmachung zwischen Novell und Microsoft, die vor einige Monaten für erhebliche Aufregung in der Open Source Community gesorgt hat. Auch beim Novell-Abkommen erstreckt sich der Linux-Patenschutz lediglich auf die KundInnen, das Unternehmen selbst ist hingegen nicht vor eventuellen Ansprüchen von Seiten Microsofts ausgenommen.

Abkommen

Über diesen Trick wird eine Inkompatibilität mit der freien GNU General Public License (GPL) vermieden, unter der Linux verbreitet wird, und die entsprechende Abmachungen explizit untersagt. Eine Lücke, die man künftig schließen will: Die Version 3 der GPL soll auch solche Abkommen verhindern. (apo)

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