Fast 40 Prozent der Bulgaren leben unter dem Existenzminimum

29. Juli 2007, 19:00
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Im März betrug der Lebensunterhalt für eine Person in Bulgarien 387,96 Lewa, für ein normales Leben braucht man 429,28 Lewa

Sofia - Die Existenzminimumgrenze in Bulgarien beträgt zur Zeit 153,13 Lewa (78,30 Euro), und darunter leben schon 39,4 Prozent der Bevölkerung. Wegen dieser Tatsache schlug der Direktor des Instituts für soziale Forschung der Gewerkschaft "KNSB" (Konföderation der unabhängigen Syndikate in Bulgarien), Ljuben Tomew, Alarm, wie die Zeitung "Sega" am Donnerstag schrieb.

Im März betrug der Lebensunterhalt für eine Person in Bulgarien 387,96 Lewa. Man brauche aber 429,28 Lewa, für "ein normales Leben", so Tomew. Die Löhne müssten also mindestens um 7,3 Prozent steigen. Die Gewerkschafter empfehlen aber eine Erhöhung von 15 Prozent im Jahr 2007.

Allein im vergangenen Jahr sind die Preise für Nahrungsmittel um sieben Prozent gestiegen, berechnete man im Institut. Die Ausgaben für Mieten und Nebenkosten stiegen auch zwischen 11,6 Prozent und 13,3 Prozent. Der Lebensunterhalt wird weiter teurer werden, prophezeite Tomew und begründete dies mit der Steigung der Energiepreise.

Das Land liegt die Löhne betreffend weiter an letzter Stelle in Europa, so Tomew. In den vergangenen sechs Jahren (2000-2005) stieg der Stundenlohn nur um 26 Prozent von 1,23 auf 1,55 Euro. (APA)

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