Verzicht auf Hormon-Ersatztherapie senkt Brustkrebsrate

25. Juli 2007, 14:28
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Verdacht des erhöhten Krebsrisikos nun bestätigt - Seit US-Studie 2003 Rückgang der Erkrankungen

Washington - Der Verzicht auf die Hormon-Ersatztherapie (HET), die früher häufig in den Wechseljahren der Frau verschrieben wurde, senkt offenbar das Risiko einer Brustkrebs-Erkrankung. In einer am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Studie des Nationalen Krebs-Instituts der USA heißt es, die Brustkrebs-Rate in den USA sei im Jahr 2003 gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent gesunken.

Nachdem der Verdacht eines Zusammenhangs zwischen medikamentöser HET und Brustkrebs aufgekommen war, waren die Verschreibungen solcher Präparate in den USA von 61 Millionen im Jahr 2001 auf 21 Millionen im Jahr 2004 gesunken. Zwischen 2001 und 2004 ging die Brustkrebs-Rate insgesamt um 8,6 Prozent zurück.

Betätigung des Verdachts

Die Hormon-Ersatztherapie beruht darauf, die in den Wechseljahren (Klimakterium) einsetzenden Änderungen des Hormonhaushalts durch künstliche Gabe von Östrogenen und Progesteron auszugleichen. Damit sollen die bei vielen Frauen mit den Wechseljahren einhergehenden Beschwerden, etwa Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Hitzewallungen, gelindert werden. In den vergangenen Jahren wurde jedoch in mehreren Studien der Verdacht geäußert, die HET erhöhe deutlich das Brustkrebs-Risiko. Die nun vorliegende Studie des US-Krebs-Instituts, die von einem Team der Universität Texas unter Leitung von Donald Berry erstellt und in der jüngsten Ausgabe des "New England Journal of Medicine" veröffentlicht wurde, kann als Bestätigung dieses Verdachts aufgefasst werden.

Der Rückgang des Brustkrebs-Risikos wurde für Frauen über 50 Jahren festgestellt. Dabei gab es offenbar einen engen Zusammenhang zwischen der Gabe von Östrogenen und dem Ansteigen des Brustkrebs-Risikos. Östrogene fördern demnach das Wachstum und die Reproduktion von Krebszellen. Neben der Hormon-Ersatztherapie stehen auch häufige Röntgen-Untersuchungen und bestimmte Ernährungsgewohnheiten im Verdacht, das Brustkrebs-Risiko zu erhöhen. (APA/AFP)

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