Wien: "Museum auf Abruf" wird sesshaft

27. April 2007, 14:23
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Räume in der Felderstraße neben dem Rathaus adaptiert

Wien - Das Wiener "Museum auf Abruf" bekommt eigene Ausstellungsräume. Eröffnet werden sie am 19. Juni, und zwar in den ehemaligen Wigast-Räumlichkeiten in der Felderstraße direkt neben dem Rathaus. Kunstwerke aus der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Stadt Wien sollen dort künftig vier Mal jährlich präsentiert werden, teilte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny am Mittwoch mit.

Am Dienstag beschloss der Gemeinderatsausschuss für Kultur einstimmig die Betriebsförderung in der Höhe von 342.000 Euro für das Museum für Juni bis Dezember 2007. Auf einer Gesamtfläche von 1.500 Quadratmeter werden bisher verstreute Einrichtungen wie Museum, Artothek, Startgalerie und Depot unter einem Dach zusammengeführt.

Die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Stadt Wien ist mit ihren 16.500 Werken eine der größten ihrer Art in Österreich, hieß es in der Mailath-Aussendung. Mit prominenten Künstlern von Siegrun Appelt bis Othmar Zechyr bietet sie einen Querschnitt heimischer Kunstproduktion seit 1951.

Mit dem Fokus auf die eigene Sammlung ergebe sich für das Museum auf Abruf eine einzigartige Positionierung innerhalb der österreichischen und internationalen Museumslandschaft, hieß es. Auf Basis der Sammlung sind jährlich drei Themenausstellungen sowie eine Gastausstellung einer vergleichbaren ausländischen Institution geplant. (APA)

Museumseröffnung: Di, 19. Juni 2007, 18 Uhr
Eröffnungsausstellung: Lange nicht gesehen. Begegnungen mit dem Museum auf Abruf
Link: Museum auf Abruf (MUSA)
  • Das Museum auf Abruf (MUSA) befindet sich in einem 1916 fertig gestellten Amtshaus der Stadt Wien, in dessen Hallen ursprünglich der Armenkataster untergebracht war. Im Jahr 1921 wurden die Räume für die Wiener öffentlichen Küchen (WÖK) adaptiert und behielten als WIGAST bis in die 90er Jahre ihre Funktion als Kantinenbetrieb.
    rendering: kiskan kaufmann architekten

    Das Museum auf Abruf (MUSA) befindet sich in einem 1916 fertig gestellten Amtshaus der Stadt Wien, in dessen Hallen ursprünglich der Armenkataster untergebracht war. Im Jahr 1921 wurden die Räume für die Wiener öffentlichen Küchen (WÖK) adaptiert und behielten als WIGAST bis in die 90er Jahre ihre Funktion als Kantinenbetrieb.

  • Ausgangspunkt für das Museum auf Abruf (MUSA) war die im April 1991 kuratierte Ausstellung Ins Licht gerückt. Ein Museum auf Abruf in der Volkshalle des Rathauses. "Das Museum auf Abruf war damals als flexibles Ausstellungskonzept geplant, das an jedem beliebigen Ort präsentiert werden konnte und jederzeit 'auf Abruf' bereit stand", so Berthold Ecker, Leiter des Museums auf Abruf. (red)
    foto: kiskan kaufmann architekten

    Ausgangspunkt für das Museum auf Abruf (MUSA) war die im April 1991 kuratierte Ausstellung Ins Licht gerückt. Ein Museum auf Abruf in der Volkshalle des Rathauses. "Das Museum auf Abruf war damals als flexibles Ausstellungskonzept geplant, das an jedem beliebigen Ort präsentiert werden konnte und jederzeit 'auf Abruf' bereit stand", so Berthold Ecker, Leiter des Museums auf Abruf. (red)

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