Washington dementiert Pläne zur Anerkennung der Unabhängigkeit

28. April 2007, 22:15
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Staatssekretär Burns: "Bin falsch zitiert worden" - Belgrad hatte Aussagen entschieden zurückgewiesen

Belgrad - Der US-Staatssekretär Nicholas Burns hat angebliche Aussagen über eine mögliche einseitige Anerkennung eines unabhängigen Kosovo von Seiten der USA dementiert. Gegenüber der serbischen Rundfunkgesellschaft RTS sagte er, dass Nachrichtenagenturen seine Äußerungen bezüglich der Anerkennung eines unabhängigen Kosovo "falsch interpretiert" hätten, meldete die serbische Nachrichtenagentur TANJUG am Mittwoch.

"Helfen, dies zu korrigieren"

Burns bestritt, dass die USA einen souveränen Staat Kosovo im Alleingang anerkennen würden, sollte der UNO-Sicherheitsrat keine neue Resolution verabschieden. "Ich bedauere die Tatsache, dass ich falsch zitiert worden bin", meinte Burns, "aber Sie in Serbien können mir helfen, dies zu korrigieren".

Mehrere Medien, darunter die International Herald Tribune, hatten am Dienstag gemeldet, dass die USA den Kosovo als souveränen Staat anerkennen würden, falls es keine neue UNO-Sicherheitsratsresolution gebe, und sich dabei auf Burns' Rede vor dem US-Senatskomitee für internationale Beziehungen bezogen. Die serbische Regierung von Vojislav Kostunica wies derartige Pläne umgehend entschieden zurück und erklärte, eine einseitige Anerkennung des Kosovo würde die "gröbste Verletzung der UNO-Charta und der geltenden UNO-Resolution Nr. 1244 darstellen". (APA)

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    Nicholas Burns lobte in seiner Rede Serbien als "großartiges Land, zu dem wir bis auf die letzten 10-15 Jahre sehr gute Bezeihungen unterhalten haben"

  • Download: Nicholas Burns Rade vor dem Kongress-Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten (PDF, 45 KB)

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