Stationen des Lebens von Bruno Kreisky

29. Juli 2000, 10:03
Geboren am 22.01.1911 in Wien. Politisches Engagement in früher Jugend bei der Sozialistischen Arbeiterjugend. 1935 Anklage durch das Schuschnigg-Regime wegen Teilnahme an einer illegalen sozialistischen Konferenz. Ab Jänner 1935 sechzehn Monate Haft. März 1936 international beachtete "Verteidigungsrede" beim Sozialistenprozess.

1939 Flucht nach Schweden. Karriere als Wirtschaftsjurist. Ab 1938 Vertrauensmann der schwedischen Regierung in österreichischen Fragen. Februar 1947 Zuteilung an die österreichische Gesandtschaft in Stockholm. 1949 Rückkehr nach Wien. 1951 beruft ihn Bundespräsident Theodor Körner zum politischen Berater. 1953 Staatssekretär im Bundeskanzleramt (Auswärtige Angelegenheiten), Beteiligung an Staatsvertragsverhandlungen. Von 1959 bis 1966 Außenminister im Kabinett Raab III. Ab 1967 SPÖ-Parteichef und Oppositionsführer.

1970 wird die SPÖ stärkste Partei, Kreisky bildet mit Duldung der FPÖ unter Friedrich Peter eine Minderheitsregierung. 1971, 1975 und 1979 Gewinn von absoluten Mehrheiten für die SPÖ. In diese Zeit fallen die Öffnung der SPÖ, zahlreiche Reformen im gesellschafts- und rechtspolitischen Bereich, aber auch Skandale sowie Affären. Berühmt sind die Auseinandersetzungen mit Simon Wiesenthal wegen der SS-Vergangenheit Friedrich Peters und sein Zerwürfnis mit seinem ehemaligen "Kronprinzen" Hannes Androsch.

1979 Niederlage bei der Zwentendorf-Abstimmung. 1983 verliert die SPÖ die Absolute, Kreisky tritt als Kanzler zurück. Er stribt am 29. Juli 1990.

Literatur: Bruno Kreisky: Memoiren in drei Bänden. Subskriptionspreis bis 31. 12. 2000 569 S. Danach 723 S. Verlag Orac, Kremayr & Scheriau. Herausgegeben und bearbeitet von Oliver Rathkolb. Ab September Wolfgang Petritsch: Bruno Kreisky. Ein biographischer Essay. Unter Mitarbeit von Manfred Scheuch. 224 Seiten, 291 S. Verlag Orac, Kremayr Scheriau. Ab September

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