Voller Elan zur Landesmeisterschaft

17. April 2007, 14:39
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Cyberschool ist in der entscheidenden Phase: Aus 106 Einreichungen haben es 37 ambitionierten Projekten zu den Landesmeisterschaften geschafft

Die Nominierten kämpfen dort Anfang Mai um ihre Qualifikation für das Bundesfinale in Wien.

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Wien - Die Zeit der rauchenden Cyberschulköpfe ist passé. In den letzten Wochen ging es darum, welche der 106 Einreichungen die Vorjury durch Inhalte, Design, Projektidee, Benutzerführung, Technik und Nutzen für die Zielgruppe überzeugen konnte.

37 Projekte (s. Kasten unten) erfüllten diese Parameter und dürfen sich über eine Nominierung für die Landesmeisterschaften im Mai freuen. Die Teilnehmer aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland treten in Wien gegeneinander an, jene aus der Steiermark und Kärnten zeigen in Klagenfurt ihr Können. Die Nominierten aus Oberösterreich und Salzburg dürfen sich auf eine erste Entscheidung in Hagenberg freuen.

Die auserwählten Projekte aus Tirol und Vorarlberg sowie die Einreichungen der Juniors "Unter unseren Füßen", "Lebensraum Boden", "Beneth our feet" und "E-Learning D, M, E" der zwei Hauptschulen Spittal/Drau und Greifenburg ziehen direkt zum Bundesfinale nach Wien ein.

Cyberschool-Leiter Christian Czaak erkennt einen Trend zur geografischen Umverteilung: "Vor allem die östlichen Bundesländer haben sowohl quantitativ als auch qualitativ zugelegt", freut er sich. Schade findet er, dass der im Vorjahr so starke Westen diesmal "nicht fleißig" war. Salzburg ist mit nur einer Einreichung klares Schlusslicht. Nicht zuletzt dank der exzessiven Einreichungen der HTL Mössingerstraße ist Kärnten mit 48 Projekten Spitzenreiter. Emotional und lustig

Von den 21 eingereichten Junior-Projekten schafften es vier in die Endauswahl. Von Schülern für Schüler ist die Software des E-Learning Projekts der Hauptschule Greifenburg, womit fachliche Probleme "wiederholt und lustig und emotional gelöst werden", wie Lehrer Reinhold Schoos ausführt. Die Erfahrung, bei Cyberschool dabei zu sein, hat der Projektleiter bei zwei bisherigen Siegen sammeln können. Bei seinen Schülern herrsche reges Interesse: "Die Schüler fragen mich ständig, ob ich Neuigkeiten habe."

Aus der technischen Sparte kommt das Projekt "Modulares Roboter-Buskonzept". Stefan Schulz, Projektleiter und Schüler der HTBL Hollabrunn, erklärt den Nutzen seines Projekts: "Die Idee war es, ein universelles, modulares Roboter-Buskonzept zu entwickeln, so dass alle Roboter mit einem einheitlichen System arbeiten können." Das funktioniert mit Bluetooth und lässt die Steuerung von Einzelteilen oder die Vorgabe einer Wegstrecke zu.

"Von E-Books bis E-Papers gibt es im digitalen Softwareshop alles, was mit Software zu tun hat", erklärt Projektleiter Patrick Lamprecht (18) den Inhalt von "CDS - Content Delivery System". Die Produktion läuft "just in time, das heißt, es wird nur produziert, wenn der Kunde bestellt", so Lamprecht.

Auch die Projektgruppe um Thomas Teufel (19), Schüler der HTL Wien 3, hat sich mit Software auseinandergesetzt, jedoch in einem anderen Bereich. "Wir haben ein dreidimensionales PC-Spiel entwickelt. Man kann fast realitätsnah ein Mountainbike lenken", sagt Teufel stolz. Aber nicht nur der visuelle Sinn wird angesprochen, sondern durch die Spielgeräusche auch der auditive. Nur eines fehlt laut Teufel noch zum vollen Vergnügen: "Wir sind noch auf der Suche nach einem Wirtschftsparnter." (Petra Polak, Alexander Müller, Katharina Holub/DER STANDARD Printausgabe, 17. April 2007

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    foto: standard/kilian
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