"Bullying"

3. Juli 2007, 10:19
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Nicht nur körperliche Gewalt erfasst - Täter ist Opfer überlegen

Wien - Spricht man landläufig oft von Gewalt in der Schule, verwendet die Wissenschaft meist ein anderes Wort: "Bullying" (von englisch "bully": brutaler Mensch, Tyrann). Für die WHO ist ein Schüler Gewalt ausgesetzt, wenn er "wiederholt und über eine längere Zeit den negativen Handlungen eines oder mehrerer anderer Schüler ausgesetzt ist, ohne selbst provokativ gewesen zu sein. Der Täter ist dem Opfer dabei in irgendeiner Weise überlegen, so dass es sich nicht um einen 'Kampf' zwischen Gleichstarken handelt."

Erfasst sind damit nicht ausschließlich körperliche Gewaltakte, sondern auch verbaler Druck (z.B. Beschimpfungen, Beleidigungen etc.), mittelbares "Bullying" durch Mangel an Akzeptanz, Demonstration von Gleichgültigkeit, üble Nachrede, absichtliche Ausgrenzung, Einschüchterung, Erpressung und Vandalismus als Zerstörung von Privateigentum der Opfer. Umgekehrt nicht einbezogen sind etwa die klassische Pausenrauferei zwischen zwei gleich starken Gegnern oder das spielerische und freundschaftliche gegenseitige "Aufziehen". (APA)

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