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Mark Shuttleworth, Gründer der Linux-Distribution Ubuntu
Das Interview gibt es auch im englischen Original.
derStandard.at: Bei seinem ersten Auftauchen in der Linux-Welt wurde Ubuntu schnell als "Cutting Edge"-Distribution angesehen. Gilt das heute noch immer? Vor allem auch im Vergleich zu openSUSE, das mit aktiviertem Beagle- und Compiz-Support sowie einem eigenen Hauptmenü derzeit einen aktuelleren Eindruck macht.
Mark Shuttleworth: Ich denk schon, dass das noch immer stimmt. Natürlich respektiere ich die Arbeit der anderen Distributionen, aber Ubuntu hat eine sehr lebendige Community und einige äußerst innovative Dinge gehen von ihr aus. Nur um ein Beispiel zu nennen: Mit unserer neuesten Release haben wir als erste Distribution ein vollständiges Framework zur Analyse von Abstürzen integriert. Dieses lädt die BenutzerInnen dazu ein, die Crash-Informationen an uns zu schicken und wir leiten diese dann an die EntwicklerInnen weiter. Das ist eine fantastische Innovation, um die Qualität der Desktop-Umgebung weiter zu verbessern.
Außerdem haben wir ja die netten 3D-Effekte ebenso, sie sind nur einfach nicht von Haus aus aktiviert, da wir sie noch nicht für ausgereift halten.
Zusammenfassend: Dank freier Software können wir einerseits sehr schnell die gute Arbeit von anderen Distributionen integrieren, andererseits gibt es noch unsere eigene starke Community.
derStandard.at: Im Vergleich zu Novell oder auch Red Hat hat Ubuntu deutlich weniger EntwicklerInnen. Ist es damit überhaupt möglich die eigenen Releases selbst zu "definieren", oder ist man dazu verdammt, den Spuren der anderen zu folgen?
Mark Shuttleworth: Das sehe ich überhaupt nicht so. Wir beschäftigen derzeit rund 50 EntwicklerInnen und wir suchen stetig weiter nach den besten Köpfen in den unterschiedlichsten Communities - von Debian bis zu anderen Orten an denen Innovatives passiert. Ich denke auch, dass unser Zugang besonders gut für die Zusammenarbeit mit der Community geeignet ist.
Sehen wir uns als Beispiel den Milestone Overview auf launchpad.net an. Anhand desssen sieht man, welche Features wir für diese Release geplant hatten, und wie weit sie derzeit fortgeschritten sind. Dies beinhaltet sowohl die Arbeit der Community als auch derjenigen, die bei Canonical an Ubuntu arbeiten. Ich denke, Sie werden mir zustimmen, dass dies eine recht ansehnliche Liste von eigenständigen Features ist. Dazu kommen dann noch all die Dinge, die bei GNOME, OpenOffice.org oder auch im Kernel passieren.
derStandard.at: Trotzdem sind doch sowohl Edgy Eft als auch Feisty Fawn "konservativere" Releases geworden, als ursprünglich geplant.
Mark Shuttleworth: Also eigentlich gibt es nur ein Feature, das ich gern in beiden gehabt hätte: Compiz oder Beryl von Haus aus zu aktivieren. Allerdings haben sich beide als noch nicht stabil genug herausgestellt, um an die UserInnen weitergegeben zu werden. Zusätzlich ist Compiz in Feisty ohnehin nun per Default installiert, halt nur nicht aktiviert. Dies ist aber eine Frage eines simplen Klicks auf eine Checkbox.
Und natürlich kriege ich auch nicht immer, was ich mir wünsche. Ich bin ja auch nur eine Person in einer großen Community.
derStandard.at: Trotzdem hieß es in der ursprünglichen Ankündigung der Edgy Eft-Entwicklung, dass die EntwicklerInnen die kommende Release zum "experimentieren" nutzen sollten. Davon scheint nicht sehr viel übrig geblieben zu sein.
Mark Shuttleworth: Da muss ich widersprechen. So haben wir mit Edgy das ganze Init-System neu geschrieben, zum ersten mal in 15 Jahren, dass dieses wer angegangen ist. Das war doch ein ziemlich fundamentales Stück Entwicklung, eines über dessen Übernahme nun andere Distributionen nachdenken, etwa Debian oder auch Fedora. Nur weil Compiz - das ja von Novell entwickelt wird - nicht integriert wurden, kann man hier doch nicht von einem Scheitern sprechen.
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... nachdem jetzt Vista draußen ist solln die Windowsfans mal versuchen Ihr gesamtes System zu aktualisieren. Nehmen wir mal an Office, Vista und die restlichen Sachen sind vorhanden. Wie machts das? Muss man mehr tun als ein "sudo apt-get dist-upgrade" oder in meinem Fall eine "su yum upgrade"?
Mich regt nur auf, dass alle wollen das der Desktop unter Linux wie Windows ausschaut oder sich so verhält und wehe er tut es nicht. Dann funktioniert nix wie es soll, gell.
Linux ist am Desktop genauso gut wie Windows oder MacOS. Ich möcht mal sehn wie gut Windows wäre wenn die Firmen keine Treiber dafür machen würden. Win XP ist nach der Installation, die länger dauert, nicht einsatzfähig, Linux schon. Denkt mal drüber nach!
Schon mal im Ubuntu OpenOffice 2.2.0 installiert? Das funktioniert so:
1. im Google nach einer Anleitung suchen
2. letztes OO- .tar.gz runterladen
3. RPMs vorfinden, na toll
4. alien installieren zum konvertieren von RPM in .DEB
5. Alte Openoffice installation mit aptitude entfernen (ca. 30 unterschiedliche Pakete)
6. alien -d *.rpm (zum konvertieren in .deb)
7. sudo dpkg -i *.deb zum installieren
8. in desktop-integration verzeichnis wechseln
9. sudo dpkg -i *debian*.deb
Also in solchen fällen ist ist mir ein runterladbarer Installer ala Windows lieber. Wieso versucht man nicht die Vorteile beider Systeme zu kombinieren?
Zum einen steht hier ...
>http://tinyurl.com/2jf6bn (OO Website)
"ganz laut" eine "DEB"-Version als Downloadmöglicheit eingetragen. Muss man nur anklicken, und man kann sich den ganzen Mambo Jambo - wie Sie ihn beschreiben - komplett sparen.
Zum anderen könnte man auch die Ubuntu-Paketverwaltung bemühen, welche ja zum Zweck der Software-Installation vorhanden ist. Für die neuesten Versionen reicht dann meistens ein Anpassen der apt-Quellen nebst "update"-Lauf aus Synaptic/KPackage etc. heraus. Auch das sollte jeder Ubuntu-User kennen.
Aber das wissen Sie ja wahrscheinlich, denn Sie haben ja bei Google gesucht. Tja, wer's glaubt ...
hm, auf http://download.openoffice.org gibts den link nicht
...würde
http://de.openoffice.org/
empfehlen...
Da gibt es das Ganze in Deutsch und auch als DEB zum auswählen...
www.ubuntu-austria.at
dass es besser ist aber gleichwertig meines Erachtens. Das Problem liegt primär in Bereichen in denen die Entwickler nichts machen können. Wenn alle Schnittstellen offen und vorhanden wären tät unter Linux auch vieles anders ausschaun (richtige Treiber udgl.). Jetzt müß aber mit der Kirche ums Kreuz gearbeitet werden und viele Dinge umständlich gemeistert werden (Reverse Engineering etwa). Ich bin auch der Meinung, dass WinXP jetzt nach den SP durchaus ein sehr rundes System ist aber ich frag mich halt, will ich jetzt für ein OS bezahlen, dass 2-3 Jahre braucht bis es halbwegs rund läuft? In 2-3 Jahren ist der Linuxdesktop auch viel weiter als jetzt. Btw. wennst beim Hardwarekauf ein wenig aufpasst erlebst mit Linux kaum noch Überraschungen
Die Power-Umfärbler sind auch schon wieder unterwegs. Frag mich echt, wie fad einem sein muss, hier 10 Accounts oder so anzulegen, um seiner Meinung still und heimlich durch Farbspiele zum Ausdruck zu verhelfen.
Na ja, wahrscheinlich ähnlich fad wie mir, dass ich dafür ein Posting schreib ;)
Hmmm: Du weißt also, dass Ubuntu Linux am Server LTSP unterstützt und was das ist, hättest aber gern etwas darüber erfahren, irgendwie klingt das eher so als hättest du gern mehr Raum für Ubuntu-Feature-Werbung gehabt (weil du offenbar eh schon weißt, worum es geht). Ist aber irgendwie nicht wirklich die Aufgabe eines Interviews.
Abgesehen davon kann es sowieso kein Interview geben, das alle Themen anschneiden kann. Was relevant und nicht relevant ist, ist zusätzlich natürlich ohnehin auch immer subjektiv.
Also da hätten wir Fragen zu Gnome und KDE, welche wohl direkt mit X zusammenhängen. Compiz und XGL kommen auch vor.
Da sind 6 oder 5 Fragen nur zur Desktopoberfläche, welche sich meiner Meinung nach Geschmack richtet. Ubuntu ist doch keine graphische Oberfläche, da ist mehr.
http://www.vatican.va was running Apache on Solaris 9/10 when last queried at 13-Apr-2007 07:38:28 GMT
LINUX wird ein geek-Bs bleiben, wenn nicht endlich ein umdenken einsetzt.
=> bei der nächsten linux komferenz alle programmierer ausladen .... keine sau von endverbraucher interessierts wenn kernel 3.4.22.23.3.2 rauskommt. alle verfügbaren jungdesigner, künstler, streetart-leute etc einladen und mal ordentliche ideen für eine völlig neue art der bedienung und des aussehens der oberfläche spinnen lassen. auch was die organisation der daten auf dem rechnern angeht muss es änderungen geben.... ich hasse das 100.000 ordner system - mir doch scheiss egal wo die daten am rechner sind - hauptsache da und leicht verfügbar.
neue ideen, statt windows nachbauen!!!
dass der BS-unterbau funktiniert sieht man ja eh an MAC OS X
Das Umdenken muss auch bei Trollen geschehen, wenn Sie so uninformierte Meinungen zum Besten geben.
Würde man sich nicht verschließen vor Neuerungen, sondern sich diese wirklich ansehen, gäbe es auch weniger so negative Meldungen. Kritik ist berechtigt, jedoch nur konstruktiv oder wenn man etwas genau kritisiert.
Genauso könnte man sagen, Autos sind schlecht weil schlecht für die Umwelt. So stimmt das aber nicht. Und Sie sagen nichts anderes über Linux.
Zudem hat OSX einen völlig anderen Unterbau als Ubuntu oder Linux, da dort ein BSD drunter ist. Aber das interessiert sie nicht.
ich denke genauso. neue ideen sind gefragt.
mich stört vor allem das hierarchische dateisystem. viel besser wäre ein system mit kategorien bzw. tags ohne hierarchie. dann könnte ich z.b. ein fotos mit mir und knut sowohl unter dem tag "fotos von mir" als auch unter "tierphotos" speichern. bitte macht sowas endlich für die eigenen dateien. hierarchische dateisystem sind nur für den bs-unterbau sinnvoll.
und das zweite, was ich unbedingt wiederholt sagen will: die linux-fans müssen es einfach schaffen, dass linux oder ubuntu cool ist. das einzige oss-produkt, dass das geschafft hat, ist firefox. mit großem erfolg. jeder n00b kennt firefox und findet ihn cooler als den ie. das muss mit linux genau so werden.
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