LCD-Monitore: Breitbild reißt Herrschaft an sich

27. April 2007, 10:18
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Windows Vista und aggressive Preispolitik als Erfolgsgaranten - 22-Zoll-Monitore bereits recht günstig zu haben

Die zunehmende Bedeutung von Video-Applikationen, die Verbreitung von Windows Vista und eine aggressive Preisgestaltung könnten dem Breitbild-Format (Widescreen) bei den LCD-Monitoren schon bald zum Durchbruch verhelfen. Geht es nach den Prognosen der US-Marktforscher von iSuppli sollen die Verkaufszahlen der Widescreen-LCD-Bildschirme bis 2011 auf 146,9 Mio. anschwellen. Zum Vergleich: 2006 wurden gerade 9,1 Mio. Breitbild-Monitore verkauft. Allein im laufenden Jahr soll sich der Absatz auf 35,8 Mio. Geräte fast vervierfachen, so die Analysten. Schon 2009 soll der Widescreen-Sektor den LCD-Monitor-Markt beherrschen.

Sprung

Trotz sinkender Preise machen auch die Umsätze im Breitbild-Segment in den kommenden Jahren einen Riesensatz. Laut iSuppli glänzt der Bereich mit jährlichen Zuwachsraten von 55 Prozent. Bis 2011 sollen die Erlöse so auf 20,9 Mrd. Dollar ansteigen. Für 2007 wird ein Umsatz von 6,7 Mrd. Dollar vorhergesagt. Das bedeutet eine Verdreifachung gegenüber dem vergangenen Jahr. Zwar favorisieren die Panel-Hersteller aufgrund der effizienteren Glasnutzung bereits seit längerem das Breitbild-Format. Das Interesse der Kunden habe sich im Monitor-Bereich - im Vergleich zum Notebook- und TV-Segment - aber bisher in Grenzen gehalten, so iSuppli-Analystin Rhoda Alexander. Am beliebtesten sind die Breitbild-Monitore derzeit übrigens in China.

Überall

Der Vormarsch der Breitbild-Monitore findet nach Expertenmeinung in allen Größen statt. Der Kampf um die Marktherrschaft konzentriert sich jedoch vorrangig auf den 19-, 20- und 22-Zoll-Bereich. Der Preiskampf hat dazu geführt, dass ein 22-Zoll-Breitbild-Monitor mittlerweile zum Preis von 300 Dollar zu haben ist. Widescreen-Monitore versprechen etwa beim Spielen eine bessere Navigation, da die Rundumsicht vergrößert wird. Darüber hinaus steigt die Performance bei Video-Anwendungen oder beim Grafik-intensiven Windows Vista.

Anwender

Nicht zuletzt die abwartende Haltung der Unternehmen bei der Aufrüstung mit dem neuen Microsoft-Betriebssystem sorgt auch dafür, dass die Verbreitung der Widescreen-Monitore zunächst von den privaten Verbrauchern beflügelt wird. Allerdings könnten laut iSuppli auch Unternehmen bereits jetzt vom Breitbild-Format profitieren, etwa im Bereich des so genannten Side-by-Side-Viewings oder bei Tabellenkalkulations-Programmen. Weil der Notebook-Markt bereits weitgehend auf Widescreen umgestellt hat, mausern sich Breitbild-Monitore im Unternehmensbereich darüber hinaus als Zweit-Bildschirm für Laptops. (pte)

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