Festivalverbot für dänischen Film in Singapur

16. April 2007, 16:11
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"Princess" von Regisseur Anders Morgenthaler verunglimpft nach Ansicht der Zensoren ein Kreuz als religiöses Symbol

Singapur - Der dänische Animationsfilm "Princess" ist von dem Internationalen Filmfestival in Singapur ausgeschlossen worden. Das Werk des dänischen Regisseurs Anders Morgenthaler verunglimpft nach Ansicht der Zensoren ein Kreuz als religiöses Symbol, teilten die Veranstalter am Montag mit. Das Gremium der Zensoren erklärte, der Film enthalte eine Szene, in der ein Kreuz in anrüchiger Weise im unteren Teil eines Frauenkörpers in einer Nonnentracht gezeigt werde.

Nach den Richtlinien der Zensoren seien Werke verboten, deren Inhalt eine Religion oder ein religiöses Symbol verleumden, hieß es. Morgenthaler beschreibt das Leben eines Priesters, der versucht, die Vergangenheit seiner Schwester als Porno-Star vergessen zu machen. Der Streifen "Solos" (Singapur) sei als anstößig eingestuft worden, weil er explizit den Sex zwischen Homosexuellen darstelle.

Auf dem Filmfestival (18. bis 30. April) sind den Angaben zufolge mehr als 300 Streifen aus über 40 Ländern zu sehen. Gezeigt werden ungeschnittene Versionen, normalerweise laufen in den Kinos des Stadtstaates Filme, in denen Szenen herausgeschnitten worden sind. (APA/dpa)

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