Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Mittendrin statt nur dabei: Auch heuer warten wieder verheißungsvolle Radmarathons.
Wer dahinter bleibt, hat im Idealfall einfach einen schlechten Tag erwischt. Da ungefähr siedelt das Wesen eines Radmarathons.

Natürlich, könnte man jetzt einwenden, könnte man die selbe Strecke auch ohne hunderte andere Radler fahren, ohne Startgebühr, aber mit Bananen und Müsliriegeln am Körper statt an der Verpflegestation, aber es wäre nicht das selbe: Der Radmarathon spannt eine Atmosphäre aus konstruktiver Nervosität, aus punktueller Berühmtheit, aus Rennatmosphäre mit einem selbst als Akteur, die aufmuntert wie Doping, und außerdem gibt’s eine Gruppe, auch wenn man ohne Freundeskreis an den Start rollt. Ohne Windschatten kommt quasi niemand davon, außer, man verliert die Gruppe, die einen Hauch zu schnell radelt, und ist dennoch zu flink für die nächst schlechte.

Auch gibt’s bei einem Radmarathon meistens keine Ausreden vor sich selbst: Ist der Erlagschein mit der Nenngebühr erst eingezahlt, dann tritt man auch an, ausgenommen vielleicht ganz apokalyptische Regenfälle.
Meistens gibt’s ein paar Streckenlängen auszuwählen, keiner muss also unterfordert durchs Ziel raspeln, und unterwegs gibt’s Verpflegestationen, die meistens wirklich gut bestückt sind.

Der Anfänger zeichnet sich dadurch aus, dass er sich verlässlich überisst und nach dieser etwas längeren Pause erkennen muss, dass ihm leider niemand das Rad gestohlen hat.
Der Müdigkeitseinbruch kommt bestimmt, er kommt immer bei einem Marathon, schließlich ist man schneller unterwegs als alleine, und meistens wählt man eine Streckenlänge, die einen Hauch über den eigenen Fähigkeiten liegt. Und am Ende ist man froh, das Ziel niedergerungen zu haben, auch wenn man in den letzten Stunden um Jahre gealtert ist.

Dunkel erinnere ich mich an einen Schwechater Radmarathon, als ich im Zieleinlauf die Stimme des Platzsprechers vernahm: "Soeben kommt der älteste Teilnehmer ins Ziel, er ist 76 Jahre alt."

Vor mir war niemand. Hinter mir war niemand. Ich war damals Mitte 20. Und was diese Kolumne eigentlich sagen will: Die österreichischen Marathontermine (und auch jene angrenzender Länder) stehen vollständig versammelt unter www.radmarathon.at. (Dietrich P. Dahl, Fotos: Radmarathon.at, derStandard.at, 18.4.2007)
derStandard.at/SMS: Nachrichten in Echtzeit auf Ihr Handy!
Radfahrbeauftragter Martin Blum stellte die erste von drei farblich markierten Durchfahrten vor
Maria Vassilakou ist überzeugt: "Wien steht erst am Anfang eines Fahrradbooms"
"Ja, es sind schwere Räder", sagt Stadtradler-Chef Stout, "dafür sind sie robust wie ein Auto". Das Hollandrad hält Einzug in Wien
Auf Fahrräder spezialisierte Geschäfte schießen wie Schwammerln aus dem Boden - Thomas Rottenberg pickte sich fünf heraus und ließ sich erklären, was an ihnen besonders ist
Der Architekt und Fahrrad-Freak Michael Embacher verfügt über eine Sammlung von mehr als 200 Rädern. Wir zeigen einige Höhepunkte
Zum Thema gibt es eine Menge zu sagen. Wir schauten uns um, welche Blogs sich besonders lautstark zu Wort melden
Die Mode hat das Fahrrad als cooles Accessoire vereinnahmt: Couture-Häuser bringen eigene Bikes auf den Markt, Models strampeln sich durch Werbestrecken, immer mehr Designer widmen sich eigenen Fahrradkollektionen
Drei Jahre hat das Studio Bezdeka am Upcycle-Kinderrad getüftelt. Nun ist das Woom da
Alles für das Rad: Zwitscherklingel, Schädelschutz, Kartenservice, Druckluft und eine Tasche für das Picknick
Ob Klapp- oder Faltrad, exzentrisch oder elektrisch, erschwinglich oder zu Space-Preisen: Die Nische der kompakten Verkehrsproblemlöser ist schick geworden - und wächst
Vier Jahre nach dem Antrag dürfen Radler stadtauswärts zwischen Radweg und Busspur wählen
Knallbunt und von enormer Dimension: Das mobile Fahrradhaus soll die Lust der Wiener aufs Radfahren wecken
Die "Wiener Diagonale" soll Radfahrer aber auch Fußgänger bevorzugen
Was sich rund um den Globus auf zwei Rädern alles zugetragen hat
Tausende Radbegeisterte nahmen am vergangenen Sonntag am Corso teil
In seinem neuen Buch beschreibt Andreas Lesti seine 16 Lieblings-Fahrradrouten - derStandard.at verlost zwei Exemplare
2025 soll Dänemarks Hauptstadt CO2-neutral sein und die Hälfte der Menschen mit dem Fahrrad zu Arbeit oder Schule fahren
Zehn Fakten, die Sie über Dänemarks Hauptstadt noch nicht wussten
Von pinken Fahrradstiefeln bis zu Erzählungen von einer Milliarde Räder: Fahrrad-Ideen für die Cycling Visionaries Awards können eingereicht werden
Hunderte neu gebaute Kilometer an Radwegen in New York wollen mit Leihrädern befahren werden - Menschen mit mehr als 118 Kilogramm sind davon ausgeschlossen
"Cycling Affairs": Die Wiener Kreativagentur "departure" ruft zum Wettbewerb rund um das Radfahren in der Stadt auf - Info-Veranstaltung am 14. März im "Stilrad"
Peter Appeltauer hat ein 600seitiges Buch über die physikalischen Hintergründe des Radfahrens geschrieben - und erstickt an seiner Kompetenz
Die Technische Universität Wien widmet sich ab 4. März dem Radfahren - Die Vorlesung steht allen offen
gibt's nicht so oft.
Daß ein Rätsel im Artikel verpackt ist, ist mir neu.
Und ich kann nicht mit dem Raten aufhören.
Wie wird ein 20jähriger, der eine relativ kurze Zeit
seines Lebens an einem Radmarathon teilnimmt, zu einem 76jährigen?
Mystik - oder Mathematik ?
Oder am Ende gar nur - nomen est omen - zuviele "Schwechater" seitens des Platzsprechers?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.