Reformtagebuch: Wie Hunde knien

22. Juni 2007, 14:35
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Brauchbares "a.viso" - Maggie Entenfellner bei "Tierzuliebe" noch tapsig - "dok.film" ging dem Nazi-Hass auf Jazzmusik auf den Grund

a.viso

"Ich habe in meinem Leben vieles falsch gemacht, vor allem Bilder", zitierte das erste "a.viso" am Sonntag einen Kunstfälscher. Mit dem Veranstaltungsmagazin hat der ORF nichts falsch gemacht: brauchbare Beiträge von "Beim Gusenbauer" (nachdrücklich empfohlen) bis Balkan Fever. (fid)

Tierzuliebe

Ob die Katze mit dem schönen Namen "Handtaschi" damals ein zu Hause fand, ist nicht bekannt. Sicher ist jedenfalls, dass bei "Tierzuliebe" der eine oder andere Nostalgieanfall an Edith Klingers Verve unvermeidlich ist. Maggie Entenfellner wirkte insgesamt noch ein wenig tapsig vor der Kamera. Beiträge über Katzen-OP und Hundekniescheibe könnten der Zielgruppe Haustierbesitzer aber durchaus gefallen. (prie)

Schlurf

Unter Monika Lindner hieß der Doku-Termin noch "Sonntagnacht", weil aber im neuen ORF alles besser (oder zumindest anders) werden muss, machte ORF-General Alexander Wrabetz daraus den "dok.film". In "Schlurf - im Swing gegen den Gleichschritt" erzählten Monica Ladurner und Wolfgang Beyer eine bisher nur in Nebenaspekten beachtete Historie des Widerstands. Genau recherchiert und mit viel Auffindungsgeschick der Zeitzeugen ergab sich ein lückenloses Bild vom perversen Nazi-Hass auf Jazzmusik. Lohnend war der Film vor allem wegen des Wiedersehens mit Günther "Howdy" Schifter, der als "Schlurf" dreimal verhaftet wurde und schließlich vier Monate in einem "Arbeitsinternierungslager" landete. Sehenswert. (prie/DER STANDARD; Printausgabe, 16.4.2007)

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    foto: orf/pichlkostner
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