IWF-Ausschuss nährt Hoffnungen auf Erfolg der Doha-Runde

4. Juli 2007, 16:39
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Brown: Vor allem Entwicklungsländer müssen profitieren

Washington - Der Internationale Währungsfonds hat Hoffnungen auf einen Erfolg der WTO-Gespräche über einen freieren Welthandel genährt. Der Vorsitzende des IWF-Lenkungsausschusses, Großbritanniens Finanzminister Gordon Brown, zitierte am Samstag (Ortszeit) nach einer Sitzung des Gremiums den Chef der Welthandelsorganisation (WTO) Pascal Lamy, nach seiner Auffassung sei es möglich, "schnell zu einer Einigung zu kommen". Es liege letztlich in der Verantwortung der Staats- und Regierungschefs, dem Thema zum Durchbruch zu verhelfen. Jetzt sei Führung gefragt. Im Lenkungsausschuss (IMFC) sind die wichtigsten Weltwirtschaftsmächte vertreten.

Auch im Abschlusskommunique der IMFC-Sitzung wird ein Erfolg bei den lange in der Sackgasse steckenden Verhandlungen über einen freieren Welthandel, der so genannten Doha-Runde, als ein Handlungsfeld mit äußerster Dringlichkeit und höchster Priorität bewertet. "Der Ausschuss fordert eine starke politische Führung der Länder ein, die gegenwärtig eine zentrale Rolle in den Verhandlungen spielen, um einen Durchbruch zu erzielen", heißt es in der Erklärung.

Von einem Erfolg der Runde müssten alle Beteiligten profitieren, namentlich aber gerade die Entwicklungsländer, sagte Brown. Um gerade diesen Ländern eine verbesserte Einbindung in einen freien Welthandel zu ermöglichen, hätten die sieben führenden Industrieländer schon am Vortag beschlossen, ihnen bis 2010 zusätzliche Hilfen von vier Milliarden Dollar für Infrastrukturmaßnahmen zu geben. Damit solle gewährleistet werden, dass auch sie von einem Abbau der Handelsschranken profitieren. (APA/Reuters)

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