Mit Satellit zum Streckenrekord

26. April 2007, 18:51
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Führungsfahrzeug beim Linz Marathon "sieht" Endlaufzeit voraus

Sowohl für Läufer als auch für Zuschauer gibt es beim morgigen Linz Marathon eine kleine Weltpremiere: Auf dem Führungsfahrzeug, das der Spitze der Marathonis voranfährt, wird quasi schon von Beginn an die - voraussichtliche - Endzeit des Siegers präsentiert.

Auf die Kombination kommt es an

"Ermöglicht wird das durch eine Kombination aus GPS-Ortung, der hochpräzise erfassten Laufstrecke und einer exakten Zeitmessung", erläutert Thomas Ebert, Leiter der Geoinformation des Landes Oberösterreich dem Standard. "Damit und mit verschiedenen Algorithmen ist es möglich, die tatsächliche Endzeit im Laufe des Rennes immer präziser vorherzusagen."

Streckenrekord

Die Spitzenläufer wüssten so, wie nah sie beim aktuellen Rennverlauf dem Streckenrekord kommen. "So können sie ihre Kräfte noch effektiver einsetzen, um den Rekord zu knacken", sieht Ebert, der selbst in einer Staffel mitläuft, einen der Vorteile darin.

Eine von vielen Innovationen

Die Präsentation der Endlaufzeiten ist nur eine von vielen Innovationen, die die oberösterreichischen Geoinformatiker in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Hagenberg und der HTL Leonding für den Linzer Marathon vorhaben. Heuer wird zum Beispiel der Prototyp einer Läuferuhr getestet, mit der die Läufer ihre voraussichtliche Endzeit individuell berechnen können. "Wir möchten den Läufern ein System zur Verfügung stellen können, mit dem etwa auch die Fans per SMS verständigt werden können, wo der Läufer gerade ist und wann er das Ziel erreicht", sagt Ebert.(Karin Tzschentke/DER STANDARD, Printausgabe vom 14.4.2007)

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