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Überraschendes Ergebnis: Bei fast allen Teilnehmern, die im Laufe der fünfjährigen Untersuchung einen Gefäßverschluss und damit die unmittelbare Vorstufe von Herzinfarkt und Schlaganfall erlitten, war bereits zu Beginn der Studie eine erhöhte Konzentration des Proteins festgestellt worden. Ein Gefäßverschluss entsteht, wenn der Plaque von verkalkten Arterien durch eine Entzündung aufreißt und sich daraufhin ein Gerinnsel im Blutgefäß bildet. Die Arterie wird verstopft und damit die Blutzufuhr zu Herz oder Gehirn unterbrochen.
Weitere Untersuchungen
Aus Tierstudien war bereits bekannt, dass CD154 ein Schlüsselmolekül in diesem Prozess ist. Für ihre Patientenstudie hatten die Forscher nun Personen mit Niereninsuffizienz ausgewählt, weil bei ihnen Herzkrankheiten besonders häufig auftreten. "Es gilt nun zu untersuchen, ob dieser Marker auch bei anderen Patientengruppen mit hohem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Wahrscheinlichkeit erhöht, einen Infarkt oder Schlaganfall zu erleiden", berichtet Studienleiter Berthold Hocher.
Mit Hilfe einer einfachen Blutabnahme könnte dann bestimmt werden, ob die jeweilige Person zu einer Risikogruppe gehört und vorbeugende Maßnahmen notwendig seien. Darüber hinaus solle erforscht werden, inwieweit das Protein selbst an der Entstehung der Entzündung beteiligt sei, die die Gefäßverschlüsse verursache. (APA/AP)
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