Götterwelt als Kasperltheater

19. April 2007, 20:10
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Arik Brauers "Zeichnungen zur Griechischen Mythologie" zu sehen im Kunsthaus Nexus in Saalfelden

Dramatik und Tragödie finden sich nicht nur in Arik Brauers Zeichnungen zur Griechischen Mythologie, sondern auch in seinem eigenen Leben: 1929 kommt er als Erich Brauer in Wien-Ottakring zur Welt. Während der Nazibarbarei wird der jüdische Vater im KZ ermordet, Erich überlebt in einem Versteck. Nach Kriegsende studiert er an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, zusammen mit Malerkollegen wie Ernst Fuchs, Rudolf Hausner und Wolfgang Hutter gründet er in den 1950ern die Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

Neben seiner Tätigkeit als Maler, Grafiker und Bühnenbildner versucht er sich schon früh als Tänzer und Sänger, später gehört er zu den Pionieren des Wiener Dialektprotestsongs. Seine Vielseitigkeit stellt Brauer auch bei der heutigen Vernissage seiner Zeichnungen (Ausstellung bis 1. 6.) unter Beweis: Zuerst liest er aus seiner 2006 erschienenen Autobiografie "Die Farben meines Lebens" (Amalthea Verlag). Danach trägt Brauer eigene Lieder vor. Freier Eintritt. (dog/ DER STANDARD, Printausgabe, 13.4.2007)

Saalfelden, S, Kunsthaus Nexus, (06582) 759 99. 20.00
  • Dem griechischen Gott Pan verschaffte Maler Arik Brauer Aufwind.
    foto: kunsthaus nexus

    Dem griechischen Gott Pan verschaffte Maler Arik Brauer Aufwind.

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