Im Menschen steckt ein "Robin Hood"

Redaktion, 23. April 2007 14:37
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    Foto: apa/dpa/wolfgang thieme

    Robin Hood (Folke Paulsen) auf der Naturbühne an den Greifensteinen bei Ehrenfriedersdorf im Erzgebirge (Archivbild August 2001) - einer US-Studie zufolge steckt in Menschen eine Tendenz zur gleichmäßigen Güterverteilung - zumindest in Laborversuchen.

US-Studie stellt im Laborversuch einen gewissen Sinn für Gleichheit in der menschlichen Natur fest

Washington - In jedem Menschen steckt einer US-Studie zufolge ein "Robin Hood", denn ein gewisser Sinn für Gleichheit liege in der menschlichen Natur, sagte Politologe James Fowler von der Universität von Kalifornien in San Diego. Der so genannte "Robin-Hood-Impuls" sei auch einer der wichtigsten Gründe, warum Menschen mehr als andere Lebewesen zusammen arbeiten. Die Ergebnisse der Studie mit 120 Studenten der Universität seien allerdings nicht automatisch auf andere Gesellschaften und Länder übertragbar, sagte Fowler. Eine universelle Sehnsucht nach Gleichheit sei aber abzulesen, so der Forscher, dessen Studienergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Magazins "Nature" publiziert wurden.

Die Wissenschafter hatten für ihr Experiment extra ein Spiel entwickelt: Sie teilten die Studenten in Gruppen von vier Personen ein und wiesen jedem einen bestimmten Geldbetrag zu. Den Teilnehmern wurde gesagt, wie viel die anderen Gruppenmitglieder erhalten hatten. Danach konnten sie den Betrag der anderen Mitspieler steigern oder senken. Etwa 70 Prozent der Spieler hätten sich wie "Robin Hood" verhalten. Sie nahmen zumeist das Geld des reichsten Mitspielers, um es dem ärmsten zu geben, sagte Fowler. Es habe sich gezeigt, dass selbst Spieler, denen zuvor Geld weggenommen wurde, in späteren Spielrunden auf eine gleichmäßige Verteilung bedacht gewesen seien. (APA/Reuters)

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krokokater
 
13.04.2007 22:20
Weshalb überleben kooperative Arten?

http://www.wissenschaft-online.de/abo/ticker/714392

Wladimir Estragon
17.04.2007 17:41
prinzipiell richtig, allerdings:

"wo politik ist oder ökonomie, da ist keine moral." (schlegel)

Heinz Anderle
 
13.04.2007 18:41
Wolfgang Amadé Mozart/Emanuel Schikaneder: "Die Zauberflöte",...

... Finale des 1. Aktes (1791):

Wenn Tugend und Gerechtigkeit
den (der?) großen Pfad mit Ruhm bestreut,
dann ist die Welt ein Himmelreich,
und Sterbliche den Göttern gleich.

Dr. Heinz Anderle, jakobinischer Freigeist

real_schlimm_edi
 
13.04.2007 18:33
"Die Ergebnisse... seien allerdings nicht automatisch auf andere Gesellschaften und Länder übertragbar"

und vor allem nicht auf die USAmerikanische!

Eine Kreatur
13.04.2007 17:31
es ist auch wesentlich sinnvoller ..

wenn sich eine gesellschaft gleichmässig weiterentwickelt und profitiert ..

wenn nur einzelne davon profitieren, hat das für die gesellschaft keinen nutzen und sie wird früher oder später zu grunde gehen ..

in über 100 jahren haben es die menschen nicht einmal geschafft, auf diesem planeten für die einführung von schulsystemen für alle zu sorgen (stichwort primärer analphabetismus), obwohl das in dieser zeit problemlos möglich gewesen wäre .. gleichzeitig befinden wir uns in einem hochtechnologiezeitalter .. das ist nicht nur ungerecht, sondern auch eine verhöhnung und ein schwerer grosser fehler, der noch sehr lange zeit auswirkungen haben wird, selbst wenn sich das von heute auf morgen ändern würde ..

Le Monde
14.04.2007 22:38
mehr noch:

der hunger wird immer mehr. die armut und ausbeutung auch. das ziel der uno die armut bis 2008 zu halbieren ist völlig fehlgeschlagen. vor 10 jahren starb noch alle 7 sekunden ein kind an hunger, nunmehr sind wir schon bei 5 sekunden.

Eine Kreatur
13.04.2007 17:24
das dumme ist ..

das die 30% in der regel die entscheidungsträgerInnen sind ..

Avalancha
13.04.2007 16:41

Ziemlich primitives Verteilungsexperiment...

--Reiche behalten ihren Anteil großteils (die 30%)
--Mittlere verteilen um von Reich zu Arm (in der Hoffnung, dass auch sie etwas erhalten, wenn sie in der nächsten Spielrunde arm sein werden)
--Arme verteilen um zu zu sich selbst (wegen Neid).

Das Ergebnis hängt auch davon ab ob die Einkommen zufällig oder -verdient- (zB über Wissensquiz) zugeteilt werden. Außerdem hängt der Grad der Umverteilung von der Heterogenität der Einkommen ab.

Wie es so ein primitives Experiment ins Nature schafft ist mir schleierhaft. Am Zentrum für experimentelle Ökonomik in Innsbruck würde das kaum zur Diplomarbeit reichen.

didel
14.04.2007 00:15

eine goldene regel (und auch kunst) der experimentellen wirtschaftsforschung ist, das design des experiments so einfach wie möglich zu gestalten. ich denke, das ist auch in innsbruck bekannt, oder doch nicht? und liegt es vielleicht daran, dass das zentrum für exp. ökonomik in innsbruck noch keine top-publikation vorweisen kann?

Avalancha
14.04.2007 01:07

richtig - das 1x1 ist aber schon erschöpfend dargestellt worden. So einfach wie möglich und so kompliziert wie nötig UND ein Erkenntnisgewinn.

didel
14.04.2007 11:16

erschöpfend, ein wort das ein wissenschaftler nicht kennt...

Radio Eriwan
13.04.2007 16:36
Eigentlich

total un-amerikanisch.

Norbert Grötzer
13.04.2007 14:24
bei diesem spiel haben elsner, androsch und co...

..sicher nicht mitgemacht!

Eine Kreatur
13.04.2007 17:25
oh doch ..

als sie unter sich waren ;-)))))

wahre Lüge
 
13.04.2007 14:17
Und ich bin dem Robin HOOD

sein FREITAG
in mir lauert der Kannibalismus

Timagoras
 
13.04.2007 14:36
naja,

Robin Hood mit Robinson Crusoe zu verwechseln, kann schon mal passieren.
fangen ja beide mit "Ro" an.

jetzt wird mir auch klar, warum ich ständig Mark Twain mit Matthias Sammer verwechsle ;o)

cipf
 
13.04.2007 13:18

Andere Idee, 12 Kinder völlig sich selbst überlassen aufwachsen lassen - so vom 8. Lebensjahr ab.
Dann so ein Spiel spielen. Mord und Totschlag wohin das Auge blickt. Wenn nach 12 Jahren dann überhaupt noch einer am Leben ist.
Der Versuch zeigt doch nur wieder ganz deutlich, das sogenannte "Moralgen" ist nur anerzogen.

A Voice
19.04.2007 22:00
Bledsinn

die ersten 8 Jahre haben die Basis gelegt. Nimm andere 12 und du hast ein anderes Ergebnis.

Ne Vim
13.04.2007 13:21

Zu viel "Herr der Fliegen" glesn?

cipf
 
13.04.2007 13:22

Ertappt *ggg*

Herr soUndso
13.04.2007 13:07
Robin Hood ..?

Im Allgemeinen nennt man das auch "GEWISSEN" ..
Das natürliche, uns ureigene Wissen, dass niemand von uns sich wirklich vom Anderen unterscheidet. Oder sind da etwa Halbgötter unterwegs?
Leider ja .. zumindest solche, die sich dafür halten.
Das ist ja das Traurige auf der Welt ... boooaaahhh!!!

Ich bin nicht so wie ihr!
13.04.2007 12:48

So wie das Spiel hier beschrieben wird, muss aber nicht unbedingt ein Robin-Hood-Instinkt hinter den Umschichtungen stecken.

Antrieb könnte doch auch sein, den stärksten Konkurrenten zu schwächen und das Spielgeld dem "ungefährlichsten" Mitspieler zukommen zu lassen.

Aber ich kenn ja das Spiel nicht wirklich, sollte also lieber den Mund halten...

Tod durch Stadtbahnfahren
13.04.2007 21:43
ein grünes strichlein

für deinen nick :-)

Da Dog
13.04.2007 11:52
Aber nicht in einen Amerikaner...

Das land der Exil Europäer. Dort sollte man Gen studien machen so viel schlechtes auf einen haufen findet sich nicht in allen Ländern....

Eine Kreatur
13.04.2007 17:35
soso ..

hitler war also amerikaner .. das mit dem arier und auslöschung alles "lebensunwerten" oder "artfremden" wohl auch .. franz josef sowieso .. und lustige selbstmordattentate haben auch "die amerikaner" erfunden?

sie sind ein armes würstchen mit scheuklappen enormer grösse .. vielleicht solltens zuerst einmal unterscheiden lernen zwischen "amerika" und "nordamerika" .. vielleicht auch noch in die usa und kanada unterteilen und dann könntens anfangen ihre anti-us-amerikanischen binsenweisheiten zu verbreiten ..

wobei ihr blindes vertrauen auf "genstudien" darauf hinweisen, das sie us-amerikanischen sein könnten, als sie vorgeben ..

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