Gesundheit bleibt die Nummer Eins

26. Juli 2007, 12:43
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Was macht ein gutes Leben aus? Gesundheit ist den Österreichern am wichtigsten - Gefolgt von Freunden und einer glücklichen Ehe

Linz - Vor allem Gesundheit, gefolgt von guten Freunden und einer glücklichen Ehe, ist nach Ansicht der Österreicher ausschlaggebend für ein gutes Leben. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "Spectra" hervor.

Ansprüche steigen

Seit 1995 erhebt Spectra die Vorstellungen der Österreicher, die sie mit dem Begriff eines "guten Lebens" verbinden. Im Februar 2007 wurden persönliche Interviews mit 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählten Personen durchgeführt. Der Langzeitvergleich verdeutlicht, dass die Ansprüche in den vergangenen zwölf Jahren markant gestiegen sind. Früher sei die Bevölkerung "noch viel bescheidener" gewesen als heute, so die Meinungsforscher.

Neuer Wert: das "Gute Essen"

Am stärksten zugenommen - von 37 auf 53 Prozent - hat die Vorstellung, dass gutes Essen zu einem guten Leben gehört. Interessante Hobbys, viel Freizeit, Urlaube und ein erfülltes Sexualleben nehmen ebenfalls einen deutlich höheren Stellenwert ein als noch vor zwölf Jahren, die Zunahmen bewegen sich zwischen sieben und zwölf Prozentpunkten. Spectra sieht darin Indizien für die Entwicklung zu einer Genuss- und Freizeitgesellschaft.

Gesundheit bleibt die Nummer Eins

Unangefochten an erster Stelle rangiert nach wie vor die Gesundheit mit 88 Prozent, auf den Plätzen folgen gute Freunde (76 Prozent) und eine glückliche Ehe (65 Prozent). Soziale Kontakte werden nach Ansicht der Meinungsforscher als zunehmend wichtig empfunden, genauso wie Kinder. Dieser Befund steht im Gegensatz zur Stagnation bei den Geburten. Laut Spectra ist anzunehmen, dass der Wunsch nach Kindern zwar vorhanden ist, der Realisierung aber andere Faktoren im Weg stehen.

Zunehmende Wohlstandspolarisierung

58 Prozent der Österreicher glauben, dass ihre Möglichkeiten für ein gutes Leben sehr gut bzw. gut sind. 1995 lag dieser Wert bei 49 Prozent. Damals glaubten noch 16 Prozent, bereits gut zu leben. Heute sind nur mehr zehn Prozent dieser Meinung - für Spectra ein mögliches Indiz der zunehmenden Wohlstandspolarisierung. (APA)

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