Schön muss Kunst nicht sein

15. Oktober 2007, 16:09
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Der Künstler Giorgio Vigna entwarf eine limitierte Flakonedition für Acqua di Parma

DER STANDARD: Warum hat Acqua Di Parma gerade bei Ihnen angeklopft? Was erwartete man sich vom Künstler Giorgio Vigna?

Giorgio Vigna: Ich habe schon immer mit vielen verschiedenen Materialien gearbeitet. Im letzten Jahr habe ich wieder mehr mit Glas gemacht. Ich denke, dass man bei Acqua Di Parma wusste, dass sie mit mir auf ein großes technisches und künstlerisches Wissen über dieses Material zurückgreifen können.

DER STANDARD: Hatten Sie auch ein persönliches Interesse an diesem Projekt?

Vigna: Ich musste mich dem Material ganz anders nähern und musste vor allem versuchen, eine bestimmte vorgegebene Identifikation in dieses Material zu transportieren.

DER STANDARD: Wie transportiert man den Duft eines traditionellen Herstellers in das 21. Jahrhundert?

Vigna: Der Duft ist sehr klassisch: stark und zielgerichtet. Das wollte ich mit einem starken und zielgerichteten Design unterstreichen. Die Streifen und das Glas sollten einen Käfig ergeben, der den Duft umschließt. Die Farben der Streifen geben dem Duft eine zusätzliche Nuance.

DER STANDARD: Wie gehen Sie als Künstler mit der Verquickung von Kunst und Kommerz um?

Vigna: Ich sehe da überhaupt keine Schwierigkeit, weil ich glaube, dass man schöne Dinge schaffen kann, die nicht nur bloß Kunst sind, sondern auch im Alltag ihren Platz haben können. Zudem gab es mir die Möglichkeit ganz anders zu arbeiten: Das hier war ein Teamprojekt, und deshalb ist das Teamergebnis das Wichtigste. Was natürlich ganz anders ist, wenn ich alleine meine Kunst mache. (lau/Der Standard/rondo/13/04/2007)

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