100-Dollar-Laptop: Raus mit dem alten Desktop

19. Oktober 2007, 10:03
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screenshot: andreas proschofsky

Der Traum vom 100-Dollar-Laptop

Als Nicholas Negroponte im Jänner 2005 im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos der Öffentlichkeit erstmals seine Idee für einen 100-Dollar-Laptop präsentierte, waren ihm zwei Dinge sicher: Tosender Applaus für die Idee an sich und erhebliche Zweifel an der realen Machbarkeit. Auch wenn Negroponte als Computerwissenschaftler am Media Lab des renommierten Massachusetts Institute of Technology durchaus einschlägige Expertise vorweisen konnte, so hätten damals wohl nur wenige ihr Geld auf das Gelingen des Unterfangens gesetzt.

Komplex

Immerhin kommen dabei eine ganze Reihe von Faktoren ins Spiel, die schon für sich alleine zu einem Scheitern des Projekts führen hätten können: Wer Laptops in Millionen-Auflage zu einem bisher nicht gekannt niedrigen Preis an Kinder in Entwicklungsländern bringen will, der muss nicht nur kreative Hard- und Softwarelösungen finden, sondern auch politische Hürden geschickt umschiffen.

OLPC

Zwei Jahre später scheint Negroponte mit seinem Team dies wirklich gelungen zu sein. Das "One Laptop per Child"-Projekt - wie man das Unterfangen mittlerweile benannt hat - ist nur mehr wenige Monate vor der Auslieferung der ersten Gerätegeneration entfernt, mehrere Testserien des OLPC XO wurden bereits produziert.

Software

Während die Hardware in den vergangenen Monaten bereits allerorten ausführlich diskutiert wurde, führt die Softwareausstattung bislang in der öffentlichen Wahrnehmung eher ein Schattendasein. Zu Unrecht, immerhin entwickelt man für den OLPC XO ein vollständig neues User Interface, das mit gewohnten Desktop-Metaphern brechen soll und den Zugriff auf die verschiedenen Möglichkeiten des Rechners vereinfachen soll.

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