KTM plant Serienfertigung für "X-Bow" und macht gute Gewinne

27. April 2007, 10:54
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Umsatz in den ersten sechs Monaten 2006/07 um 12 Prozent, Betriebsgewinn um ein Viertel gestiegen

Wien - Der oberösterreichische Motorradhersteller KTM will sein Sportwagenkonzept "X-Bow" zu einem weiteren Standbein im Konzern ausbauen. "Auf Grund des überaus positiven Feedbacks arbeitet das Management an einem Business Case zur Serienüberleitung", hieß es am Donnerstag in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Details nannte KTM nicht. Bei der erstmaligen Präsentation des Fahrzeugs Anfang März am Automobilsalon in Genf hatte Unternehmenschef Stefan Pierer noch von einer Kleinserienproduktion von etwa 500 Stück pro Jahr gesprochen.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2006/07 hat KTM den Umsatz um 11,7 Prozent auf 263,0 Mio. Euro gesteigert. Dazu beigetragen hätten vor allem "deutliche Absatzsteigerungen bei Offroad-Motorrädern, eine Nachfrageverschiebung zu Gunsten höherwertiger Modelle sowie stark gestiegene Related-Product-Umsätze (Ersatzteile, PowerParts und PowerWear)", so KTM. Das Betriebsergebnis stieg um 25,0 Prozent auf 22,6 Mio. Euro. Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich von 11,0 auf 13,7 Mio. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 1.606 auf 1.753 an.

Mehr Motorräder auf die Straßen

Im dritten Quartal setzt KTM vor allem auf Absatzsteigerungen bei Motorrädern für den Straßenbereich. Im vierten Quartal erwartet das Unternehmen dann Wachstumsimpulse aus der Präsentation einer neuen Enduro Racing Generation, die sowohl bei den 2-Takt- als auch bei den 4-Takt-Motoren den strengen Euro-3-Vorschriften entsprechen werde. Ein Risiko sieht der Motorradhersteller teilweise in den Dollar-Schwankungen. "Durch die hohe Akzeptanz der aktuellen Produktpalette im Markt gehen wir jedoch davon aus, dass eine tendenzielle Dollar-Schwäche teilweise durch Preisanpassungen kompensiert werden kann", so das Unternehmen.

Verschiebungen gab es auf der Eigentümerseite. Die Cross Industries Gruppe rund um Firmenchef Pierer sowie die oberösterreichische Hofer Privatstiftung haben im abgelaufenen Halbjahr wie bereits bekannt war rund 1,5 Millionen Aktien (rund 21,8 Prozent) an der Börse platziert und den Streubesitz erhöht. Der Großteil der platzierten Aktien stammte, wie berichtet, aus dem KTM-Aktienpaket einer österreichischen Tochtergesellschaft von Polaris Industries Inc., das Cross im Dezember 2006 gekauft hat. Mit über 50 Prozent der Stimmrechte ist die Cross Industries aber noch immer Hauptaktionär.

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    foto: standard/stockinger
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