Aktionärsvertreter fordert strengeres Übernahmerecht

28. Juli 2000, 13:56

Rasinger: BA-HVB-Deal in "beabsichtigter Form für Kleinaktionäre negativ"

Wien - Die Umgehung des Übernahmerechts beim Zusammengehen der Bank Austria mit der HypoVereinsbank (HVB) verärgert Privataktionäre. Der BA/HVB-Deal sei in der beabsichtigen Form negativ für die Kleinaktionäre: Ihnen werde im Gegensatz zu den Bestimmungen des Übernahmerechts keine Barabfindung angeboten. Wenn sie ihre Bank Austria-Aktien in Titel der HVB tauschten, müssten sie sich nicht nur mit einer vergleichsweise niedrigen Dividende begnügen, sondern auch eine höhere Besteuerung - Einkünfte aus ausländischen Wertpapieren unterliegen der Einkommensteuer - hinnehmen, kritisiert der Präsident des Interessensverbandes der Anleger, Wilhelm Rasinger am Freitag.

Rasinger fordert die Vertreter der vier wichtigsten politischen Parteien - ÖVP, FPÖ, SPÖ und Grüne - in einem Brief daher auf, das Übernahmerecht so zu verschärfen, dass eine missbräuchliche Anwendung zum Nachteil der Privataktionäre ausgeschlossen wird. (APA)

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