UMTS wird weltweit ab 2002 eingeführt

28. Juli 2000, 12:48

Für Breitbandnutzung via Handy

Das "Universal Mobile Telecommunications System" (UMTS) soll als Handy-System der dritten Generation bis 2002 zum Einsatz kommen. Es erlaubt die schnelle Datenübertragung bis zu zwei Millionen Bits (zwei Megabit) pro Sekunde und wird derzeitige Mobilfunkstandards wie GSM (Global System for Mobile Communications) mit Datenraten von bis zu 9.600 Bits pro Sekunde ablösen. UMTS ist also mehr als 200 Mal schneller.

Damit ermöglicht das neue System die Breitbandnutzung. Daten, Bilder oder Sprache können parallel übertragen werden. Im Vordergrund steht bei den geplanten neuen Netzen die Möglichkeit der Datenübertragung. Nicht nur schneller Internetzugang von unterwegs ist damit vorstellbar, sondern beispielsweise auch Bildtelefonie per Handy oder die Fernsteuerung von Heizung, Sicherheitseinrichtungen und anderer Geräte im drahtlos vernetzten Haus, von dem nicht nur der Software-Gigant Microsoft bereits spricht.

UMTS bedeutet für die Betreiber erhebliche Investitionen, da die Zahl der erforderlichen Basisstationen für eine Flächendeckung bei 8.000 bis 10.000 pro Netz liegt, etwa 50 Prozent höher als bei den heutigen Handy-Netzen. (red/APA)

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