Levi Strauss beendet Durststrecke

23. April 2007, 16:14
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Nach Jahren der Krise erzielt der US-Jeans-Hersteller im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres einen massiven Gewinnanstieg

San Francisco - Der amerikanische Jeans-Hersteller Levi Strauss hat nach jahrelangen Problemen im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2006/07 dank der starken Nachfrage in seinen Hauptmärkten einen massiven Gewinnanstieg verbucht. Der Umsatz konnte ebenfalls erhöht werden. Die lange Durststrecke des traditionsreichen Unternehmens scheint damit beendet. An der Wall Street wird spekuliert, dass Levi Strauss & Co. in absehbarer Zeit möglicherweise erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten wieder an die Börse gehen könnte.

Der Gewinn erhöhte sich in dem am 25. Februar beendeten Dreimonatsabschnitt im Jahresvergleich um 61 Prozent auf 87 Mio. Dollar (64,8 Mio. Euro), wie Levi Strauss mit Sitz in San Francisco am Dienstag bekanntgab. Der operative Gewinn legte um elf Prozent zu.

Starke Konkurrenz

Es halfen Sonderfaktoren, niedrigere Zinsbelastungen und reduzierte Steuersätze. Negativ wirkten sich höhere Restrukturierungskosten aus. Levi Strauss hatte angesichts der erfolgreichen Konkurrenz anderer Jeans-Hersteller jahrelang massive Umsatzeinbußen verbucht und hatte mit Massenentlassungen, zahlreichen Werksschließungen und anderen Sparmaßnahmen reagiert.

Der Umsatz erhöhte sich jedoch im vergangenen Quartal um sieben Prozent auf 1,0 Mrd. Dollar. Der Umsatz sein in allen drei Hauptregionen höher ausgefallen. Das Unternehmen verwies auf die gute Nachfrage nach Levi-Strauss-Markenprodukten, den höheren Anteil an Bekleidung mit Premium-Preisen, das starke Wachstum in den Schwellenländern und zusätzliche Levi-Strauss-Geschäfte. Wechselkursveränderungen halfen ebenfalls.

"Wir hatten dieses Jahr einen guten Start", betonte Konzernchef John Anderson. Der Umsatz sei jetzt zwei Quartale lang gestiegen, was auf die breit gefasste weltweite Besserung zurückzuführen gewesen sei. Die Premium-Produkte kämen bei den Konsumenten in vielen Märkten gut an. Allerdings müsse das Geschäft in Japan sowie mit "Signature"-Markenprodukten verbessert werden. Insgesamt habe Levi Strauss jedoch in dem Quartal "sehr gute Fortschritte gemacht". Finanzchef Hans Ploos von Amstel versicherte, das Unternehmen werde für eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur sorgen. (APA/dpa)

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    foto: levi
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