Für ein strahlendes Lächeln

17. April 2007, 17:00
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Die Zähne wurden schon im alten Ägypten geputzt - Eine Zahnpaste wird dafür seit hundert Jahren verwendet

Mundhygiene wurde schon im alten Ägypten angewendet. Sie pflegten ihre Zähne mit einer Paste aus gemahlenem Bimsstein und Weinessig. Die Römer verwendeten für diesen Zweck Urin.

Die Zahnpaste, wie wir sie heute kennen, wurde vor 100 Jahren entwickelt. Im Mai 1907 begann der Dresdner Apotheker Ottomar von Mayenburg auf dem Dachboden seiner Apotheke mit der Herstellung einer Zahnpaste, indem er Zahnpulver auf Kreidebasis, Mundwasser und ätherische Öle mischte. Er vertrat die Auffassung, dass eine regelmäßige mechanische Reinigung mittels Zahnbürste und Zahnpaste den Zähnen Schutz vor Karies gewährt.

Die so entstandene Paste wurde von ihm in Metalltuben gefüllt und mit Pfefferminzgeschmack versehen. Die Chlorodont-Zahnpaste trat vor allem aufgrund massiver Werbung ihren Siegeszug an. Von Anzeigen, Plakaten und Emailschildern überall war die blaue Tube mit der grünkarierten Kante und dem Chlorodont-Schriftzug zu finden. Der Aufwand machte sich bezahlt. Auf der ersten internationalen Hygieneausstellung 1911 in München wurde die Zahnpaste mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Heute gibt es eine Vielzahl an Zahnpasten in Creme- und Gelkonsestenz, mit speziellen Wirkstoffen für die optimale Zahnpflege. Ein wichtiger Bestandteil darin ist der Schaumbildner, der uns erst glauben macht, etwas wirklich zu putzen. Und auch die Geschmacks- und Aromastoffe sind für das Gefühl geputzt zu haben, wesentlich. Die Streifen, die in manchen Zahnpasten vorkommen, haben jedoch nur eine optische Funktion und keinen Effekt auf die Reinigung der Zähne. (ost)

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    Alte Werbung für Zahnpasta

  • Blechplakat der Firma Colgate
    foto: colgate

    Blechplakat der Firma Colgate

  • Für ein strahlendes Lächeln wird heute einiges getan.
    foto: photodisc

    Für ein strahlendes Lächeln wird heute einiges getan.

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