Wichtig durch die (halbe) Woche

10. April 2007, 19:58
posten

Mitunter genügt es ja, an sich selbst zu glauben. Oder an die Szene, in der man sich bewegt

Der Mensch braucht etwas, woran er glauben kann. Mitunter genügt es ja, an sich selbst zu glauben. Oder an die Szene, in der man sich bewegt. ViP-Ketzer bleiben deshalb heute, Mittwoch daheim (oder stehen sowieso nicht auf der Gästeliste) während alle Rechtgläubigen sich bei der Saisoneröffnung von Nikolaus Schrefls "Alpha Community" im Hotel le Meridien gegenseitig dazu gratulieren, zur Gemeinde zu gehören.

Glauben ist relativ

Freilich ist Glauben relativ. Weil längst nicht mehr gilt, dass das, woran der eine glaubt, vom andern nicht verlacht wird. Doch während man über Lotte Ingrischs Geister(bücher) ungestraft albern darf ("Eine Reise in das Zwielichtland", Donnerstag, Naturhistorisches Museum), verkneifen sich die meisten Spötter anlässlich der Papst-Sondermarkenpräsentation (Donnerstag, Erzbischöfliches Palais) alle - sorry - auf der Zunge liegenden- Blödheiten.

Denn es gilt: Der Glaube des einen hilft auch den anderen. Norman Shetler und seine Freunde etwa glaubten schon vor 10 Jahren daran, dass Wien eine Originalfassungs-Cineastenvideothek dringend brauche. Ihr "Alphaville" feiert nun Geburtstag (Samstag, Gartenbaukino) - und so mancher einst Ungläubige wird da in der Gratulantenmeute ganz ganz vorne dabei sein. (Thomas Rottenberg, 11.4.2007)

  • Woran man glaubt, darüber muss man reden. Oder schreiben: Ingrisch (mit dem vorigen Buch)
    foto: rottenberg

    Woran man glaubt, darüber muss man reden. Oder schreiben: Ingrisch (mit dem vorigen Buch)

Share if you care.