Tag der Homöopathie widmet sich Mutter und Kind

26. Juli 2007, 12:43
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Akademie für Ganzheitsmedizin beklagt Benachteiligung - Kein Krankenkass­enersatz für alternative Arzneimittel

Wien - Ganz im Zeichen von Mutter und Kind steht der Tag der Homöopathie, der heute, Dienstag, in ganz Österreich mit rund 40 Veranstaltungen begangen wird. Gerade in der Schwangerschaft, während der nur eingeschränkt Medikamente eingenommen werden können, würden Frauen auf die alternative Heilmethode zurückgreifen, erklärte Michaela Zorzi, Obfrau des Vereins zur Förderung von Homöopathie und Gesundheit (VHG).

Benachteiligung

In Wien standen unter anderem kostenlose Vorträge zu den Themen Geburt, Krankheiten im ersten Lebensjahr und Durchschlafstörungen auf dem Programm. Thematisiert wurde von der Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED) und Martin Peithner, Vertreter des gleichnamigen Herstellers und Vorstand des Branchenverbands Pharmig, auch die Benachteiligung der komplementären Medizin. Lobende Worte gab es für die Bundesregierung.

"Das Regierungsprogramm stärkt uns unglaublich den Rücken", erklärte Gloria Kozel, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM). Darin sei von einer Unterstützung der patientenorientierten Behandlung unter Einschluss der Homöopathie die Rede. Gewährleistet werden solle dies durch ein transparentes System der Qualitätssicherung. In Österreich dürfe die alternative Heilmethode nur von Ärzten ausgeübt werden, erläuterte Kozel. Eine Neuerung sei für das Krankenanstaltsgesetz geplant, bei der im Herbst oder im nächsten Frühjahr eine Novelle den Einsatz von Homöopathie und TCM in Ambulanzen vorsehe.

Gestrichene Medikamente

Kritik gab es von GAMED-Vorstandsmitglied Gerhard Hubmann für den seit 2005 eingeführten Erstattungskodex der Sozialversicherung. Viele Medikamente der komplementären Medizin und somit auch der Homöopathie seien darin kategorisch gestrichen worden, erläuterte Hubmann. Die alternative Heilmethode müsse vom obersten Sanitätsrat anerkannt werden, auch eine chefärztliche Bewilligung solle nach genauen Richtlinien ermöglicht werden. Weiters forderten Hubmann sowie Peithner die Streichung von Homöopathika aus der Liste der nicht erstattungsfähigen Arzneimittel. (APA)

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