Lieber nicht in der Nacht geboren werden

28. Juli 2000, 10:00

Studie: Doppelt so hohes Sterberisiko

Marburg/London - In der Nacht geborene Babys sterben einer Studie zufolge doppelt so häufig wie am Tage auf die Welt gekommene. Über die Gründe sei sich die Wissenschaft noch nicht im klaren, schreibt der Mediziner Günther Heller von der Universität Marburg im Fachmagazin "British Medical Journal" vom kommenden Samstag. Möglicherweise hänge die Tatsache mit einer schlechteren medizinischen Betreuung in den Nächten zusammen.

Das Marburger ForscherInnenteam untersuchte insgesamt 380.000 risikoarme Geburten zwischen 1990 und 1998 in Hessen. Die Auswertung habe ergeben, dass von 148.000 Geburten zwischen 21.00 Uhr und 6.59 Uhr 31 Kinder innerhalb der ersten Woche im Krankenhaus starben. Von den rund 232.000 am Tag Geborenen starben 26 in dieser Zeitspanne. In der Nacht geborene Babys hätten somit ein doppelt so hohes Risiko, früh zu sterben. (APA/dpa)

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