Dinosaurier-Revival

6. April 2007, 19:25
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Die in den 1990ern wiedervereinten britischen Colloseum jazzrocken im Salzburger Rockhouse

Wie praktisch jede englische Band des klassischen 1960er-Rockkanons haben auch Colosseum ihre Wurzeln in einer der unzähligen Formationen von John Mayalls Bluesbreakers. Die grassierende Bewusstseinserweiterung mag eine Rolle dafür gespielt haben, dass die üblichen Blues- und Garagenrockschemata einigen Musikern bald nicht mehr genügten: Jazzambitionen trieben etwa Soft Machine oder Patto an.

Aber auch den Schlagzeuger Jon Hiseman und den Saxofonisten Dick Heckstall-Smith, als sie 1968 in London Colosseum gründeten. Das Sextett fusionierte aggressive Wah-Wah-Gitarrenriffs mit treibenden Bläsersätzen und einer dynamischen Rhythmusgruppe zum Stilhybrid Jazzrock. Als Punk in den 1970ern den Dinosauriern den Kampf ansagte, gaben Colosseum auf. 1994 tat sich die Gruppe erneut zusammen. Hisemans Lebenspartnerin Barbara Thompson nimmt seit 2003 den Platz des verstorbenen Heckstall-Smith ein. Altstar Chris Farlowe singt. (dog/ DER STANDARD, Printausgabe, 7./8./9.4.2007)

10. 4. Salzburg, Rockhouse, (0662) 88 49 14. 20.30
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    foto: rockhouse/ marianne hamann
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