Schweden: Passive Euthanasie

26. Juli 2007, 12:23
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Schwedische Ärztegesellschaft erlaubt passive Euthanasie - Ärzte dürfen lebensverlängernde Therapien auf Verlangen beenden

Stockholm - Schwedens Mediziner haben den Weg für die Einführung der passiven Euthanasie freigemacht. Neue Richtlinien, die die Schwedische Ärztegesellschaft (Svenska Läkaresällskapet) vorgelegt hat, gestatten es Ärzten, lebensverlängernde Therapien auf Verlangen des Patienten zu beenden. Das berichtete das Medizinerblatt "Dagens Medicin".

Mitsprache der Patienten

"Die neuen Richtlinien betonen das Recht des Patienten auf Mitsprache bei der der Entscheidung über die Beendigung lebensverlängernder Behandlungen", sagte der Vorsitzende der Ethikkommission des Ärzteverbands, Niels Lynöe. Ärzten wurde empfohlen, dem Wunsch des Patienten zum Abbruch oder Weglassung lebensverlängernder Behandlungen zu entsprechen, wenn der Patient fähig ist, selbstständige Entscheidungen zu treffen, gut informiert und über die verschiedenen Behandlungsalternativen unterrichtet ist.

Im vergangenen Jahr wurde der Fall eines 32-jährigen Schweden bekannt, der sich entschloss, in eine Zürcher Euthanasieklinik zu gehen, um zu sterben, nachdem ihm die Sterbehilfe in Schweden verweigert wurde. Heute hätten schwedische Ärzte ihm ein Schmerzmittel gegeben und sein Beatmungsgerät ausgeschaltet, schrieb "Dagens Medicin". (APA)

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