"Zwangspädagogik seit langem überholt"

Redaktion, 9. Oktober 2007, 13:34

Seit 15 Monaten müssen ZuwanderInnen verpflichtend Deutsch können - derStandard.at hat zwei Sprachkurse für MigrantInnen besucht – Ein Lokalaugenschein

Wer als MigrantIn kein Deutsch spricht, kommt in Österreich längerfristig mit dem Gesetz in Konflikt. Genauer, mit der Integrationsvereinbarung (IV) im Rahmen des Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetzes (NAG 2005). Seit dem 1. Jänner 2006 gilt das Prinzip "Sprachkenntnisse sind Pflicht", betroffen sind all jene, die den langfristigen Aufenthalt in Österreich anstreben.

derStandard.at hat in Wien zwei Institutionen besucht, die Sprachkurse für MigrantInnen anbieten. Ein Lokalaugenschein von Thomas Bergmayr und Christa Hager.

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Was würden Sie mit einer Million Euro machen? "Ich würde ein schönes Haus bauen", "ein Reisebüro aufmachen", "ein tunesisches Restaurant eröffnen", "eine Kreuzfahrt machen", "ein Krankenhaus und eine Schule bauen" – so lauten einige Antworten von 14 TeilnehmerInnen auf eine Übungsfrage. 150 Kurseinheiten haben die Lernenden schon hinter sich, weiter 150 werden folgen, bis sie zur Integrations-Prüfung antreten können. "Die meisten haben bei Null angefangen, manche konnten schon ein bisschen Deutsch", beschreibt die Kursleiterin Elisabeth Lengauer das Niveau ihrer Lernenden.

Eine bunt zusammen gewürfelte Gruppe aus 11 Nationen, die Mehrheit ist um die 20 Jahre und sichtlich engagiert, Deutsch zu lernen. Sie alle haben eines gemeinsam: Seit zwei Monaten verbringen sie einen Teil ihrer Freizeit, drei Stunden täglich, im Berufförderungsinstitut (bfi) im dritten Bezirk in Wien. Sie stecken mitten im A2-Sprachkurs für fortgeschrittene AnfängerInnen, um die Integrationsvereinbarung zu erfüllen.

"Pattern Drill"

300 Stunden Deutsch fördert der Bund, davon sollen alleine 100 die Lernenden in einem eigenen Kurs auf die Integrations-Prüfung vorbereiten. Die Gefahr, dass die Sprachkurse zu einer Prüfungsvorbereitung verkommen würden, sieht die Kursleiterin nicht – im Gegenteil: "Diese Vorbereitung ist ganz besonders wichtig," betont sie. Das Problem seien die standardisierten Tests, die alle MigrantInnen über einen Kamm scheren.

Das Problem der unterschiedlichen Bildungshintergründe der Lernenden stellt sich auch im Kurs selbst - von Hausfrauen bis zu AkademikerInnen reicht die Palette. Dem könne man im Unterricht nur mit "Pattern Drill" Herr werden. Denn damit alle verstehen, worum es geht, funktioniert der Kurs nach dem Muster 'dieses Verb verlangt den Akkusativ’, nicht", so die Kursleiterin. Erschwerend in der Kurspraxis komme hinzu, dass die gängigen Lehrwerke zu sehr auf Deutschland fokussiert seien - gerade deshalb müsse man mit authentischen Materialen arbeiten, um die Sprachrealität in Österreich mit einzubeziehen.

Foto: derStandard.at/Thomas Bergmayr
Deutschunterricht im bfi

Jelena Stefanovič kommt aus Serbien, Selma Yassien-Haddad, ursprünglich aus Algerien, hat sieben Jahre in Kanada gelebt, bevor sie nach Wien gekommen ist. Was ihnen beim Deutschlernen besondere Schwierigkeiten bereite? Stefanovič: die Satzstellung und die Artikel. Yassien-Haddad: besonders die Rechtschreibung und das Sprechen. Leicht hingegen finden beide die "theoretischen Übungen". Doch wenn es darum geht, das Gelernte auch anzuwenden, stoßen sie an ihre Grenzen: "Ich verstehe, aber ich kann nicht sagen," so Yassien-Haddad.

"Interessiert, motiviert und lernwillig sind sie alle", lobt Lengauer ihr SchülerInnen. Auf Abwehrmechanismen sei sie noch nicht gestoßen. "Aber einige plagen sich fürchterlich, während sich andere sichtlich leichter tun", erzählt sie. Und die meisten wollten entweder zu Hause oder in einem weiterführenden Kurs weiterlernen.

Foto: derStandard.at/Thomas Bergmayr

Dass sie als Trainerin auch unter Druck steht, gerade was die Prüfungen betrifft, verneint sie: "Die Prüfungen werden nicht nur im bfi abgehalten, sondern können auch extern durchgeführt werden. Mein Ehrgeiz besteht daher darin, die TeilnehmerInnen auf ein Niveau zu bringen, damit sie die Tests auch bestehen".

"Zwangspädagogik"

Kritischer sieht sie hingegen die Integrationsvereinbarung an sich: "Warum muss diese Teilnehmerin aus Serbien diesen Kurs machen? Warum wird bei ihr die Integrationswilligkeit hinterfragt und bei einer Lettin oder Bulgarin nicht, nur weil diese das Glück haben, aus der EU zu sein?", fragt sie und fügt hinzu: "Sicher ist es sinnvoll, dass die Leute Deutsch lernen. Aber mit Zwang bringt das nichts."

Ortwechsel: Wien, 2. Bezirk, Integrationshaus. Der aktuelle Kurs von Maniki Tuo soll seinen TeilnehmerInnen Deutsch auf A1-Niveau vermitteln. 18 Lernwillige reihen sich im großzügigen Kreis rund um den Vortragenden an der Tafel. Tuo musste 2004 aus Cote d'Ivoire fliehen. In seiner Heimat hatte er sich bereits als Schüler im Deutschunterricht besonders hervorgetan; es folgte ein Lehramstudium für Germanistik. Heute gibt er im Wiener Integrationshaus als Trainer sein Wissen an MigrantInnen weiter.

"Fremdsprachenwachstum"

"Manfred hat keine Zeit" ist der Titel der Hörübung, die sichtlich volle Konzentration fordert. Denn das Hören ist eine Sache, aber das Gehörte zu entschlüsseln ist keine leichte Aufgabe. Die Art, die den Unterricht im Integrationshaus prägt, orientiert sich an den Zielgruppen und am Alltag der Lernenden. Dem so genannten "Fremdsprachenwachstum" liegen keine abstrakten Lehrbuchtexte zu Grunde; vielmehr greifen die TrainerInnen auf authentische Materialen zurück - Tageszeitungen oder Postwurfsendungen beispielsweise. Texte also, mit denen die SchülerInnen ohnehin im täglichen Leben konfrontiert sind.

Foto: derStandard.at/Thomas Bergmayr
Trainer Maniki Tuo vom Integrationshaus

Es sei aber schwer, allen gerecht zu werden, sagt Tuo. Das liege an den unterschiedlichen Herkunftsländern. Die meisten TeilnehmerInnen seines Kurses kommen aus Russland/Tschetschenien, Gambia, Nigeria und Afghanistan, Englisch benutze er in schwierigen Fällen als Lingua Franca. Besonderes Augenmerk legt er auf die Umgangssprachen in Wien: "Der Akzent ist schon eine sehr schwierige Sache. Das Verstehen erfordert viel Zeit. Die Leute hier singen beim Sprechen."

Das Integrationshaus blickt bei Sprachkursen auf eine lange Tradition zurück Seit Beginn sind die ProjektbetreiberInnen daran interessiert, den von ihnen Betreuten neben Berufsorientierungs-Kursen auch die Möglichkeit zu bieten, Deutsch zu lernen. Schulungen im Rahmen der Integrationsvereinbarung gab es allerdings nie und wird es auch nicht geben. Diese Entscheidung sei eine der schwersten gewesen, erzählt Gabi Ecker, die für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist.

Zwangspädagogik

"Wir haben es aus politischen Gründen abgelehnt, solche Kurse durchzuführen", ergänzt Martin Wurzenrainer. Für den Sprachtrainer und Projektleiter im Integrationshaus liegt es auf der Hand, warum man gegen eine solche Verordnung sein müsse: Zum einen könne es nicht sein, dass eine "Vereinbarung" die eine Partei in die Pflicht nehme, die andere Seite dagegen zu nichts verpflichte. Zum anderen sei eine derartige Zwangspädagogik, wie sie die Integrationsvereinbarung vorsieht, seit Jahrzehnten überholt. Besser wäre es, die Kurskosten stärker zu fördern – und das nicht nur auf den niedrigsten Niveaus wie bisher. "Alles, was darüber hinausgeht ist anscheinend keine Förderungen mehr wer. Es ist ein Luxus, wenn man besser Deutsch lernen will", kritisiert er.

Foto: derStandard.at/Thomas Bergmayr
Pädagoge Martin Wurzenrainer vom Integrationshaus

Wie der Erfolg der Kurse gemessen wird, wenn es keine Prüfungen gibt? „Einerseits durch Evaluierung: die Teilnehmer bewerten, teils in ihrer Muttersprache, teils auf Deutsch. Andererseits beurteilen wir die TeilnehmerInnen nach ihren sprachlichen Handlungen: was sie schon alles meistern können. Und natürlich auch danach, ob viele TeilnehmerInnen wiederkommen. In der Vergangenheit hat sich gezeigt: "Viele würden gerne wieder kommen, aber es gibt keine Fortgeschrittenenkurse".

Finanzieller Aufwand

Die entstehenden Kosten für die von der Integrationsvereinbarung Betroffenen streicht Wurzenrainer als besonders prekär hervor. Nachdem den MigrantInnen nur ein Teil der Kursgebühren erstattet wird, könne es durchaus vorkommen, dass sich bei größeren Familien die finanzielle Belastung durch die Schulungen auf mehrere Tausend Euro summiert. Bei nicht-Bestehen von Prüfungen innerhalb der vorgeschriebenen Zeit könne der Geldaufwand sogar zur Existenzfrage werden.

Dass MigrantInnen den Willen zum Deutschlernen haben, stehe außer Frage, dazu bräuchte es keinen gesetzlichen Zwang. "In der Zeit vor der Integrationsvereinbarung haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Bedarf an Kursen, die für die Zielgruppe im Rahmen der Sprachoffensive auch leistbar waren, nie gedeckt werden konnte. Wir hatten im Integrationshaus immer 100 bis 150 Menschen auf der Warteliste." Heute seien allerdings jene Institutionen, die keine IV-zertifizierten Kurse anbieten, in einer schwierigen Situation, besonders wenn es um finanzielle Förderungen geht.

Noch viel schwieriger sei es, Gelder für wissenschaftliche Programme aufzutreiben, beklagt zudem Gabi Ecker. Ein Beispiel dafür ist das internationale Projekt "Enhancing Early Multilingualism" (ENEMU), das sich auf die Förderung von früher Mehrsprachigkeit konzentriert. Die Finanzierung ist für heuer noch nicht gesichert. Ecker: Es fehlen immer noch 5.000 Euro, um das Programm wieder durchführen zu können. (derStandard.at, 5. April 2007)

Kommentar posten
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Tschabuschnig
33
9.10.2007, 09:32
Hoffentlich lernen die eifrigen

SchülerInnen auch gleich die richtige Verwendung des Emanzen-I im Inneren eines deutschen Wortes, die könnten sonst ja glauben, die deutsche Sprache sei eine reine Männersache.

Skiprofi
12
7.10.2007, 10:01

Ich denke, dass kaum jemand die Sprache des Landes, in dem er lebt, nicht verstehen will.
Es ist aber in vielen Lebenssituationen halt sehr schwierig, 3h pro Tag Deutsch zu lernen das muss man erst mal schaffen, wenn man den ganzen Tag am Fließband steht oder putzt. Oder einmal am Tag, einmal in der Nacht arbeiten muss. Daneben noch Familie hat.
Ein Freundin von mir arbeitet in Griechenland, seit 3 Jahren. Weil sie so viel arbeitet, hatte sie noch keine Zeit, griechisch zu lernen, obwohl sie gerne möchte. Seit zwei Jahren hat sie einen griechischen Freund, mit ihm redet sie englisch. Sie hatten probiert griechisch zu reden, aber das waren keine Gespräche zwischen Partnern mehr. Das geht in der Praxis nicht gescheit.

li1a jana
03
27.9.2007, 14:05

eine sprache zu lernen finde ich als eine bereicherung! wer längerfristig in österreich leben möchte und auch eventuell hier arbeiten möchte, wäre es doch nur von vorteil die deutsche sprache zu lernen! wer jedoch die ganuen situation der migranten kennt und vor allem das neue fremden und aufenthaltsgesetzt, dann wüsste sie, wovon sie reden, denn dieses gesetzt macht den migraten das leben verdammt schwer (siehe asylwerberanteil ist drastisch zurückgegangen). ein stück stoff hier zum thema zu machen finde ich grotesk. was muss ein afrikaner machen...? muss er das land verlassen, weil dieser gesellschaft nicht entspricht? wer gibt die gesellschaft vor? warum wird dann von einer demokratie gesprochen? wo sind die sogn. westliche werte?

Macho04
13
25.7.2007, 14:24
Halte diese Form der Integrationsvereinbarung nicht für sinnvoll

Vielmehr wäre es zweckmäßig, bereits vor der Einreise nach Österreich die Erteilung einer (vorerst befristeten) Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung an bereits vorhandene Deutschkenntnisse zu knüpfen, die entweder im Rahmen eines Tests in der Botschaft oder durch ein Zeugnis eines zertifizierten Instituts nachgewiesen werden müssen, wobei die Überprüfung ein gewisses Alter (zB ein habes Jahr) nicht überschreiten darf.

tiuri
 
63
23.8.2007, 12:55
und du darfst nur mehr in solchen ländern urlaub machen deren sprache du sprichst.

schon mal überlegt, dass menschen in ein anderes land fahren, um die sprache zu erlernen? schon mal überlegt, dass flüchtlinge andere probleme haben als die sprache des eventuell künftigen land in dem sie leben zu lernen? (um dann eventuell hier ohnehin nicht aufgenommen zu werden, weil rassistInnen und solche deppen, die meinen, die wirtschaft verkrafte keinen zuzug es nicht wollen.)

Zapp Zarapp
00
16.3.2008, 01:09

Mehr als ein Rotes geht leider nicht.

Eva Meyer
00
10.3.2008, 11:03
wenn ich urlaube, bringe ich Devisen in das nämliche Land,

ich muß also die Landessprache nicht beherrschen,
aber wenn ich mich in einem Land für länger oder gar für immer aufhalten / niederlasen will, dann habe ich und jeder andere auch, gefälligst die Landessprache zu erlernen

Lisa Risa
00
17.3.2008, 07:08
Schauen Sie über Ihren Tellerrand hinaus!

Schön, dass Sie Devisen zum Ausgeben haben. Gehören Sie auch zu denen, die glauben, weil sie Geld in der Tasche haben, können sie auf alle anderen hinunterschauen? Schon mal überlegt, wie man einen Deutschkurs besucht, wenn man Vollzeit-berufstätig ist, Kinder und Haushalt zu versorgen hat? Frau kann dann lernen und Hausübung machen, wenn alle anderen schlafen. Steigen Sie von Ihrem hohen Roß und sehen Sie sich einmal die Lebensrealität anderer Menschen an, die nicht so privilegiert sind wie Sie! Glauben Sie, die kommen nach Österreich, weil es da so viele liebe Mitmenschen wie Sie gibt???

Gerald R.
01

ich denke dass es es eine einigung darüber gibt, dass für flüchtlinge diese regelungen nicht gelten sollen. aber für wirtschaftlichen zuzug, ist es doch durchaus normal vorher! die sprache zu lernen. ist in den usa, kanada ect. nicht anders. alle die nicht ihrer moralisch überlegenen meinung sind als dep* zu bezeichnen, spricht auch nicht gerade für eine diskussionskultur. und argumente bitte, nicht moralisieren, wieso die wirtschaft jeden zuzug verkraftet. egal welche qualifikation, welche anzahl, welche voraussetzungen.

miraculix66
 
310
25.7.2007, 11:17

deutschkurse dürfen nur ohne kopftuch besucht werden. wäre für die integration sehr hilfreich und ermöglicht ein ausscheren aus dem familieren druck.
kein deutschkurs, kein aufenthalt

Skiprofi
00
7.10.2007, 09:53

Und warum? Könne Sie das begründen?

miraculix66
 
01
7.10.2007, 12:33

weil ohne deutschkenntnisse rasch zum sozialfall werden

Leukozyt
 
00
Ich glaube, die Begründung war wegen der Kopftuch-Aussage erwünscht.

peter56
 
21
17.9.2007, 15:36
Der "Mischmascher" sind Sie.

Das Kopftuch beweist überhaupt nicht, daß die betreffende integrationsunwillig ist.
Es ist ein Kleidungsstück, das an sich gar nichts aussagt über die Trägerin, es kann aber auch die durchaus berechtigte Darstellung einer Glaubensüberzeugung sein, genauso wie das Gewand orthodoxer Juden, von Klosterschwestern, Priestern, Indern oder Studenten mit Ihren Farben und Deckeln und co weiter.
Erklären Sie mal schlüssig und fair, warum ausgerechnet Moslems nicht öffentlich zeigen dürfen sollten, welche Überzeugung sie vertreten ?
Und warum Sie nur auf Moslems losgehen diesbezüglich, so als beherrschten alle anderen Ausländer selbverständlich die Deutsche Sprache perfekt bei uns... da irren Sie gewaltig, aber die sind halt kein Feindbild für Sie.

Chien de Pique
02
18.9.2007, 15:25
Na klar ist es die Darstellung einer Glaubensüberzeugung.Einer ohnedies problematischen, mit Demokratie und Menschenrechten ohne massive Abstriche nicht

recht vereinbaren Glaubensüberzeugung, noch dazu in ihrer, illiberaleren Form (je schlimmer die Verhüllung, desto radikaler und aggressiver; das K-Tuch allein geht ja noch an).
Für Priester und Nonnen ist ihre Kleidung Berufskleidung, aber die einfache Gläubige ist dies ja nicht von Berufs wegen!
Die Couleurstudenten und schlagenden Burschen hingegen tragen Wichs, Deckel und Co. tatsächlich als Uniform und als äußerlichen Ausdruck einer vor allem im Falle letzterer problematischen Ideologie - insofern passt der Vergleich da schon.
Und nicht einmal die gehen mit dem Zeug in den Hörsaal, ins Hallenbad, zum Einkaufen oder ins Krankenhaus.
Was die "Inder" tragen, kann auch religiös bedingt sein oder aber tatsächlich harmlose Folklore.

peter56
 
10
15.3.2008, 13:03
Wenn das Kopftuch eine Darstellung der Glaubensüberzeugung sein will,

ist das ein fundamentaler Irrtum der Betreffenden Trägerinnen.Die Religion hat da eine TRADITION übernommen,die älter ist,als der Islam,die auch bei uns und in anderen Glaubensgemeinschaften üblich ist.

Ich frage mich nur,welche Störung,psychische Beeinträchtigung diejenigen haben,die sich daran stoßen,daß andere Menschen versuchen, ihre religiöse oder weltanschauliche Gesinnung vor sich herzutragen..

Ich bin auch der Meinung,daß das zur Schau stellen der Gesinnung im Grunde versucht,andere herabzuwürdigen,zu zeigen bemüht ist "ich bin besser als Du,weil ich meinen Glauben,meine Haltung bekenne".
Aber das ist das Problem derer,die das BRAUCHEN, nicht meins....
:)

Glauben Sie,daß ein Kopftuch andere zum Konvertieren bringen könnt?

miraculix66
 
13
17.9.2007, 16:00

die korrelation zwischen sprachverweigerung und kopftuch ist sgnifikant- sprachbeherrschung und kopftuch ginge ja noch- eine gewisse integrationsunwilligkeit sehe ich aber doch.
ein katholik läuft auch nicht permanent mit der bibel herum. warum muß ich in der fremde etwas exzessiv zur schau stellen, was selbst im herkunftsland verboten ist. wenn ich hier leben möchte und das kopftuch erschwert meinen lebensunterhalt, dann muss ich es halt verdammt noch mal weglassen. aber kopftuch u n d dauernd sozialhilfe passt nicht zusammen.

Lisa Risa
00
17.3.2008, 07:21
Islamophobie ist im Moment offenbar sehr modern,

schön, wenn man sie auch noch pseudowissenschaftlich begründet, wie Sie das tun. Wo sind die "wissenschaftlichen" Untersuchungen, aus denen Sie diese Korrelation entnehmen? Sollte es sie wirklich geben, wer hat da was mit welchem Zweck untersucht? Wissen Sie nicht, dass sie mit Statistik alles beweisen können, Sie müssen nur die entsprechenden Fragen stellen und andere Hintergründe ausblenden. Und die Emanzipation der Frauen wollen Sie auch fördern, indem Sie Kopftuchträgerinnen von der Gesellschaft ausschließen? Gratuliere! Populismus zieht immer, offenbar auch in diesem Forum. Wovor haben Sie Angst? Wieso ist eine Frau mit Kopftuch Ihr Feindbild? Hoch leben die "demokratischen Werte"!

peter56
 
20
4.10.2007, 20:10
Tja, "ein katholik läuft auch nicht permanent mit der bibel herum. "

Und wenn er es täte, würden Sie ihm das Verbieten ? Warum ? Ist doch SEINE Sache.
"muß ich in der fremde etwas exzessiv zur schau stellen, was selbst im herkunftsland verboten ist."
Nein, aber Leute wie Sie, die das VERBIETEN wollen, provozieren ja regelrecht den Widerspruch. Oder lassen Sie sich gerne von anderen aufzwingen, was Sie zu tragen haben und was nicht ??
"wenn ich hier leben möchte und das kopftuch erschwert meinen lebensunterhalt, dann muss ich es halt verdammt noch mal weglassen."
DAS ist unverschämt. Nicht das KOPFTUCH erschwert den Lebensunterhalt, sondern Arbeitgeber mit so engstirnigen Ansichten wie Sie. Sie versuchen aus Opfern der Diskriminierung Schuldige an deren Benachteiligung zu machen...
Unfaßbar, was Sie..

Zapp Zarapp
01
16.3.2008, 01:14

Jaja. Blabla blabla. Den Österreichern kann man natürlich alles aufzwingen, sie zum Tolerieren jedweder Zustände unter Androhung der Nazikeule bei Zuwiderhandlung zwingen. Alles andere, jeder andere, ist heilig, unantastbar, verständlich, notwendig für das Glück der Welt und diskussionslos zu akzeptieren, ja anzubeten. Traditionen gut und zu respektieren außer von hier. Das ist es, was sie sagen. Formulieren Sie es deutlich und verstecken Sie sich nicht hinter politisch korrektem Neusprech.

miraculix66
 
01
7.10.2007, 17:00

ich gebe bloss einen derzeitigen status wieder. und da können aie aufstampfen wie rumpelstilzchen. nicht die hier lebenden haben sich an die migranten anzupassen, sondern umgekehrt. aber das steht ja jedem frei, es zu wollen. wenn nicht dann ist es besser er geht dorthin, woher er gekommen ist.

peter56
 
10
Als wäre das Kopftuch an sich das Problem.

Es ist ja nicht die Gesinnung, die Einstellung der Männer, die Frauen unterdrückt, sondern das Kopftuch. Gell ?
Pfffff....
Und es gibt ja keine Frauen moslemischen Glaubens (und auch nichtgläubige), die FREIWILLIG ein Kopftuch tragen, es tragen WOLLEN, weil Engstirnler wie Sie glauben, jetzt wüßten sie Bescheid über diese Frauen und deren Lebenssituation....
Wenn Einfältigkeit weh täte, wie sehr müßten da manche leiden....

Zapp Zarapp
00
16.3.2008, 01:15

Stimmt. Ihr Schmerzgeheul wäre kaum zu ertragen.

peter56
 
00
16.3.2008, 11:02
Welch "überzeugende" Argumentation..

Naja, wenn Sie glauben...
:))

Flamengista
02
13.4.2007, 13:35
na geht doch!

vielleicht verschwindet auch etwas von der braunen Farbe derjenigen die diese Sprachkurse gefordert haben - und aus grün wir dunkelgrün, da diese nie zugeben könnten, dass der Großteil diese Maßnahme positiv ist.

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